Kleiner Zoff ums Zuff Rheinberg

Die Sitzungen des Zuff-Beirats sollen auch in Zukunft nicht öffentlich sein.
Die Sitzungen des Zuff-Beirats sollen auch in Zukunft nicht öffentlich sein.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Sitzungen des zuständigen Beirats auch in Zukunft nicht öffentlich. Bürgermeister Mennicken bittet um zeitnahe Entscheidung über die Zukunft des Kinderhauses.

Rheinberg..  Den ersten Kontakt in einer öffentlichen Sitzung des für sie zuständigen Gremiums hat sie hinter sich: Lena Kallen, neue Leiterin des Jugendzentrums Zuff, stellte sich am Dienstag in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses kurz vor. Die 32-Jährige bringt aufgrund ihrer früheren Tätigkeit in Kempen, wo sie auch Schulsozialarbeit machte, einiges an Erfahrung mit. Zunächst will sie in die Konzeptarbeit einsteigen, den Bedarf der Jugendlichen erfragen und das, was sie vom Zuff erwarten.

Mit ihrem Wunsch, die Sitzungen des Zuff-Beirats in Zukunft öffentlich zu gestalten, stießen die Grünen auf Widerstand. Bürgermeister Hans-Theo Mennicken warnte eindringlich davor. So könnte nicht in Ruhe vorberaten werden. „Hinterher im Jugendhilfeausschuss wird dann ja wieder öffentlich beraten.“

Lösung bis zum Jahresende nötig

In Sachen Zukunft des evangelischen Kindergartens Kinderhaus (der Träger, die evangelische Kirchengemeinde Rheinberg, ist in einer finanziellen Schieflage und möchte die Einrichtung nach 59 Jahren als Träger nicht mehr weiterbetreiben) warb Mennicken um eine Entscheidung bis zum Jahresende. „Bis dahin müssen wir ein Modell finden, das wir bis zum Beginn des dann folgenden Kindergartenjahrs am 1. August 2016 gemeinsam mit dem Landesjugendamt umgesetzt haben.“ Ob die Stadt nun als Eigentümer auftrete, als Mieter, wie hoch die Kosten für die jeweilige Lösung seien: Solche und weitere Fragen müssten genau geprüft werden. Aber er stellte erneut seine schon früher geäußerte Haltung heraus: „Die Übernahme durch die Stadt wäre die teuerste Lösung.“ Das liegt daran, dass die Stadt als Träger nicht in den Genuss von Landesmitteln käme.

Die Kirchengemeinde ist derzeit mit einem in der kirchlichen Jugendarbeit erfahrenen Träger in Gesprächen zur Übernahme der Trägerschaft des Kinderhauses mit Beginn des Kindergartenjahres zum 1. August 2016. Über den Inhalt und Ausgang dieser Gespräche wird die Gemeinde das Jugendamt zeitnah unterrichten, so die Verwaltung. Auf Anregung der SPD wurde die Beschlussempfehlung ergänzt. Es solle nicht nur mit einem möglichen Träger verhandelt werden, sondern die Verwaltung soll auch über die Optionen Stadt als Träger und Eigentümer, freier Träger und Kirche als Eigentümer, freier Träger und Stadt als Eigentümer und Kirche als Träger mit Stadtzuschuss informieren.