Kinderschutzbund Xanten/Sonsbeck fehlten Geschenke

Die Wunschbäume waren leer, aber nicht alle Geschenke kamen zurück: Kurz vor Weihnachten musste der Deutsche Kinderschutzbund Xanten/Sonsbeck noch schnell selbst etwas besorgen – zum Glück gab es Sponsoren und noch Geld im Spendentopf!
Die Wunschbäume waren leer, aber nicht alle Geschenke kamen zurück: Kurz vor Weihnachten musste der Deutsche Kinderschutzbund Xanten/Sonsbeck noch schnell selbst etwas besorgen – zum Glück gab es Sponsoren und noch Geld im Spendentopf!
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Bei der Weihnachtswunschbaumaktion kamen nicht alle zugesagten Geschenke an: In 27 Fällen wurden die Hände zwar abgepflückt, aber danach passierte nichts mehr!

Xanten/Sonsbeck..  Um ein Haar wäre das bei 27 Kindern und Familien in Xanten und Sonsbeck ein trauriges Weihnachtsfest geworden – ohne das Geschenk von den helfenden Händen, der Weihnachtswunschaktion des Deutschen Kinderschutzbunds (DKSB) Xanten/Sonsbeck, die auch von der NRZ unterstützt wird. Aber zum Glück reagierten Petra Olfen, Geschäftsführerin des DKSB, und ihr Team blitzschnell darauf, dass 27 Geschenke ausgeblieben waren, und kümmerten sich um Ersatz.

„Das eine oder andere Geschenk wurde mit Hilfe von Sponsoren besorgt, eine liebe Labbecker Mitbürgerin sprang ein und wir haben in unseren Spendentopf gegriffen“, schilderte Olfen im Gespräch mit der NRZ, wie die Krise überwunden werden konnte. „Schließlich geht es darum, dass alle Kinder etwas bekommen – kein Kind geht leer aus!“

Aber Petra Olfen räumt ein, dass das „sehr ungewohnt“ war. „Es kommt schon mal vor, dass zwei oder drei Geschenke nicht zurückkommen.“ Das ist bei insgesamt fast 180 helfenden Händen ein fast verschwindend geringer Ausfall. Und dann wird noch schnell etwas besorgt. Doch dann kam in der Woche vor Weihnachten beim Einpacken der Schock, dass 27 Geschenke fehlten!

Das Problematische an der Situation ist, dass „in dieser Jahreszeit die normalen Spenden geringer sind, weil viele sich ja an der Weihnachtsaktion beteiligen – und dadurch ja schon spenden“, so Petra Olfen Ansonsten kann sich der DKSB nicht über mangelnde Bereitschaft beklagen: „Gerade in unserem Geburtstagsjahr haben wir sehr viele Spenden bekommen.“ Woran es liegt, dass so viele Geschenke ausgeblieben sind, ist Olfen und ihren Helfern ein Rätsel. „Vielleicht ist die Zeitspanne, in der etwas abgegeben werden kann, zu kurz. Aber wir sind alle ehrenamtlich tätig und können nicht noch länger geöffnet haben – gerade in dieser Zeit gehen wir auf dem Zahnfleisch!“ Wichtig sei, dass sich „immer genug Geld im Topf“ befinde und dass kein Kind leer ausging. „Aber es hat Zeit und Geld gekostet!“ Petra Olfen zeigte sich „sehr traurig“ darüber, dass Geschenke ausgeblieben sind. „Dann sollte man besser die Hand am Baum lassen! Es gab so viele, die helfen wollten und keinen Wunsch mehr zum Erfüllen vorfanden.“ Auch in der NRZ-Redaktion mussten viele Hilfswillige auf das kommende Jahr vertröstet werden. Schon jetzt bittet Olfen die Spender 2015 darum, sich schnell an den DKSB zu wenden, falls es Probleme gibt – welcher Art auch immer. „Dann können wir rechtzeitig einspringen!“