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Kater Garfield in Rheinberg-Ossenberg seit zwei Wochen vermisst

08.04.2015 | 06:00 Uhr
Kater Garfield in Rheinberg-Ossenberg seit zwei Wochen vermisst
Seit dem 25. März warten Jürgen Giese (61) und Anne Bartz (61) auf die Rückkehr von ihrem Kater "Garfield".Foto: Verena Barton-Andrews

Rheinberg.   In Ossenberg verschwanden seit Anfang des Jahres drei Katzen spurlos. Familie Giese setzt jetzt eine Belohnung von 100 Euro für den Finder aus.

Seit zwei Wochen sitzt Jürgen Giese jeden Abend auf dem Sofa und schaut auf seine Terrassentür. Er lauscht, ob er ein Glöckchen hört, wartet auf das Miauen seines Katers, der hereingelassen werden will. Doch „Garfield“ bleibt verschwunden. „Er war nie mehr als drei, vier Stunden weg“, sagt der 61-Jährige traurig über sein Haustier, das seit acht Jahren bei der Familie lebt. Auch mitten in der Nacht stand der Rheinberger für seinen Kater auf, um ihn herein- oder herauszulassen. „Ich bin wirklich verrückt“, gibt er mit einem Schmunzeln zu. In seinem alten Haus in Millingen habe er sogar extra eine Katzentür eingebaut.

Seitdem die Familie in Ossenberg lebt, kommt der anhängliche Kater nachts normalerweise durch das Kippfenster im Schlafzimmer. „Manchmal sogar klatschnass“, berichtet Anne Bartz. Die Beiden können nicht verstehen, wo er sein könnte. Auffällig ist jedoch, dass in der Nachbarschaft seit Anfang des Jahres insgesamt drei Katzen verschwunden sind. Seit Januar wird eine schwarze Katze mit leichtem Lauffehler an der Hintertatze von der Schlossstraße vermisst, am 28. März verschwand eine weitere auf der Kirchstraße.

Sammelt Jemand die Katzen ein?

Abgefahren hat Giese alle umliegenden Straßen und Wege, um Ausschau zu halten nach einer überfahrenen Katze, Zettel hat er aufgehängt – mit 100 Euro Finderlohn bei Fund des Katers, aber bisher hatte er keinen Erfolg.

Stattdessen plagen ihn Sorgen: „Es ist Nachbarn aufgestoßen, dass Garfield so zutraulich war, auf Gartenmöbel geklettert und Jungvögel gejagt hat“. Aber „Garfield“ sei nunmal ein Freigänger, da könne man nicht viel machen. Auch einen Schrotthändler aus Essen habe er mit einem verschlossenen Transporter beobachtet – nun hat er Angst, dass jemand in Rheinberg Katzen einsammeln könnte.

Seine größte Hoffnung ist jedoch, dass der Kater über die Ferien in irgendeine Schule oder Einrichtung geklettert ist und nach den Ferien gefunden wird. Auch bei umliegenden Tierheimen haben sie schon nachgefragt – Fehlanzeige. „Wir kriegen fünf bis zehn Anrufe mit vermissten Katzen in der Woche“, berichtet Sylvia Boldt vom Tierschutzverein Moers. „Die Katzen zu chippen ist das Beste, dann wissen Tierärzte oder Tierheime, wo sie hingehören“, empfiehlt Sylvia Boldt. Gechippt ist Garfield zwar nicht, sondern nur der Beagle „Paul“, trotzdem hofft das Rheinberger Paar, dass er bald gefunden wird. „Garfield war unser Kind“, sagt Anne Bartz.

Nachbarn, die sich oft vorher darüber amüsiert haben, dass das rot-braune Tier mit dem roten Halsband Seite an Seite mit Beagle Paul und Jürgen Giese spazieren gegangen ist, erkundigen sich häufig: „Und ist die Katze wieder aufgetaucht?“. Jürgen Giese hofft, darauf bald mit „Ja“ antworten zu können.

Verena Barton-Andrews

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2015-04-08 06:00
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