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Jürgen Rüttgers spricht in Rheinberg

14.04.2010 | 23:57 Uhr
Jürgen Rüttgers spricht in Rheinberg

Rheinberg.Um kurz vor halb acht an einem lauen Frühlingsabend: Die Menschen warten auf Jürgen Rüttgers. Der Reisebus mit der ihn begleitenden Journalistenschar parkt ein paar Meter von der Stadthalle entfernt.

Vor dem Gebäude bringen sich Landtagsabgeordnete und solche, die es werden wollen, in Stellung. Der Ministerpräsident wird von einem Wahlkampftermin in Recklinghausen anreisen. Und er wird auf die Minute pünktlich sein.

Vor zehn Jahren, damals noch als Bundesminister, war er zum ersten und bisher letzten Mal in der Stadt. Bürgermeister Hans-Theo Mennicken empfängt den 58-Jährigen vor dem Rathaus. Händeschütteln, viele Fotos und der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt folgen: „Mit allen guten Wünschen.“

350 Stühle haben die Veranstalter in den Saal geräumt, als Rüttgers zu Klängen von Fleetwood Mac in Richtung Bühne geht. Alles, was in der CDU im und um den Kreis Wesel Rang und Namen hat, ist an diesem Abend in der Stadthalle versammelt. Und wie das immer so ist, vergisst die Gastgeberin Marie-Luise Fasse (MdL) den einen oder anderen in ihrer Begrüßung zu erwähnen. Was nicht weiter schlimm ist, Rüttgers zählt die fehlenden Personen auf. Und fängt an zu reden.

Fast exakt
eine Stunde

Die Rede des in Pulheim lebenden Landesvaters wird fast exakt eine Stunde dauern. Der Mann spricht mit ruhiger Stimme, will dabei betont gelassen und souverän wirken. Extreme Höhen oder Tiefen in der Stimme, bei Jürgen Rüttgers an diesem Abend sind sie nicht auszumachen.

„Wir schaffen das“, „Wir haben das bessere Programm“, „Wir haben die besseren Leute“, „Wir haben gute Arbeit gemacht“, Rüttgers beschwört die Menschen im Saal, am 9. Mai beide Stimmen der CDU zu geben. Die Menschen erheben sich von ihren Sitzen, einige halten die seit Obama so typischen rechteckigen Schilder hoch: „Stabil statt Rot-Rot“. Sie haben die Pappen vom Wahlkampfauftakt am vergangenen Samstag in Oberhausen mitgebracht, erzählt man sich in der CDU.

Den Abschluss – die geplante Abfahrt um 20.45 Uhr verzögert sich leicht – bildet ein Gruppenfoto mit Ministerpräsident und Christiane Underberg auf der Bühne. Die hat einen Präsentkorb dabei, erzählt von Reisen mit dem Ministerpräsidenten nach China. „Asbach-Cola haben wir jetzt auch fertig gemischt“, sagt sie, bevor sie Jürgen Rüttgers den Korb in die Hand drückt.

Dazu gibt es eine Rose aus Händen von Marie-Luise Fasse. „Diese Rose steht am 9. Mai in voller Blüte.“ Inzwischen ist ein schwerer 7er BMW vorgefahren, Jürgen Rüttgers muss los. Wohin? Die CDU spricht davon, dass er noch einen Anschlusstermin hat, es sei schließlich Wahlkampf. Vielleicht geht es aber auch direkt heim, denn von einem weiteren Termin wusste der Security-Mann am Eingang nix...

Daniel Cnotka

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Kommentare
17.04.2010
10:08
Blockierter Kommentar.
von waldo187 | #1

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