Inovyn zieht bei Solvay in Rheinberg ein

Bei der Firma Solvay gibt es Veränderungen.
Bei der Firma Solvay gibt es Veränderungen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die neue Gesellschaft ist ein Zusammenschluss von Solvay und dem Schweizer Chemiekonzern Ineos.400 Solvay-Mitarbeiter wechselten zum 1. Juli in das neue Unternehmen. Ihr Standort bleibt Rheinberg

Rheinberg..  Jetzt ist alles unter Dach und Fach: Rund zwei Jahre hat das Kartellamt einen möglichen Zusammenschluss von Solvay in Rheinberg und dem Chemiekonzern Ineos mit Hauptsitz in der Schweiz geprüft. Unter dem Namen Inovyn ist das neue Gemeinschaftsunternehmen der beiden Firmen nun an den Start gegangen. Bereits Mitte Juni hatte die Europäische Kommission die Freigabe zur Gründung des Joint Ventures gegeben.

Am Standort Rheinberg wechselten zum 1. Juli 405 Mitarbeiter des westlichen Solvay-Werkteils in die neue Gesellschaft. Hier wird weiterhin Chlor-Vinyl zur Herstellung von PVC produziert. An den Arbeitsverträgen der Mitarbeiter ändere sich dadurch nichts, heißt es von Solvay. „Ich bin überzeugt, dass Inovyn ein sehr wettbewerbsfähiges und solides Unternehmen sein wird und den früheren Solvay-Mitarbeitern eine gute Zukunftsperspektive geben wird“, betont Dr. Richard Rösler, Solvay-Werkleiter in Rheinberg. Vom Start des neuen Gemeinschaftsunternehmens profitiere der gesamte Standort, „der sich immer mehr zu einem Industriepark entwickelt und weiterhin von Solvay gesteuert wird“, so Rösler weiter.

Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen erhoffe man sich eine gute Positionierung auf dem Markt. „Mit Inovyn werden wir die Stärke von Solvay und Ineos bündeln“, betont Dr. Michael Klumpe, der als Geschäftsführer der Inovyn Deutschland GmbH für den Standort Rheinberg verantwortlich ist. Man wolle dafür bewährte Praktiken nutzen und hoffe von den Synergieeffekten zu profitieren und so die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. „Dabei werden Sicherheit und Arbeitsschutz weiter oberste Priorität haben“, so Klumpe.

Im östlichen Teil des Rheinberger Solvay-Werks ändert sich nichts, die Sodafabrik bleibt und mit ihr rund 400 Mitarbeiter, die dort weiterhin für Solvay arbeiten. Dort solle der Industriepark noch stärker ausgebaut werden, die Chlor-Vinyl-Produktion im westlichen Werksteil mit Strom und Dampf versorgen, heißt es weiter.