Individuelle Kitas in Rheinberg besser vernetzen

Heike Finmans-Göbel hat als Verbundleiterin der Pfarrgemeinde St. Peter gut zu tun.
Heike Finmans-Göbel hat als Verbundleiterin der Pfarrgemeinde St. Peter gut zu tun.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Heike Finmans-Göbel wird im August Verbundleiterin der Pfarrgemeinde St. Peter. Sie will Großprojekte voran treiben und Individualität erhalten.

Rheinberg..  Die Kindertagesstätte St. Anna an der Kirche wird ausgebaut, die vier Familienzentren der Pfarrgemeinde St. Peter müssen alle zwei Jahre für eine neue Zertifizierung fit sein, die fünf katholischen Kitas sollen ihre unterschiedlichen Konzepte wahren – jetzt kommt Heike Finmans-Göbel, um diese Aufgaben anzupacken. Am 1. August wird sie die neu geschaffene Stelle als Verbundleiterin in der Pfarrgemeinde St. Peter besetzen. Damit soll die gebürtige Orsoyerin den Kirchenvorstand entlasten und die Arbeit der Kitas vernetzen.

„Das wird ein Turbo-Start. Ich denke nicht, dass Langeweile aufkommt“, sagt Heike Finmans-Göbel. Seit 17 Jahren leitet sie die Einrichtung der Kita St.Nikolaus in Orsoy, jetzt übernimmt sie eine noch größere Verantwortung. Ihr Anspruch ist es, neue Prozesse und Konzepte in die fünf Einrichtungen zu tragen und zu kommunizieren, an den Teamsitzungen teilzunehmen und Dinge direkter an die Mitarbeiter heranzutragen. Außerdem will sie den Ausbau der Einrichtung St. Anna voran treiben, wo für die Kinder mehr Platz zum Essen und Schlafen geschaffen werden soll. Neben den zwei bisherigen Regelgruppen gibt es nach dem Umbau auch Platz für Kinder ab vier Monaten, in der U3-Betreuung.

„Bei dem Bau drängt die Zeit, im Herbst wollen wir anfangen“, so Pfarrer Wolfgang Schmitz. Schon beim Neubau der Orsoyer Kindertageseinrichtung im August 2014 sei Finmans-Göbel aktiv beteiligt gewesen und daher als Fachkraft eine gute Unterstützung für das neue Groß-Projekt.

Rund 300 Kinder und etwas über 40 Mitarbeiterinnen hat Finmans-Göbel in Kürze unter ihren Fittichen. Sie wird die Personalverantwortung übernehmen, Mitarbeiter einstellen, mit den Elternräten zusammenarbeiten und sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. „Die Individualität der Kitas soll erhalten bleiben“, das ist für die langjährige Kita-Leiterin ganz wichtig.

Auch will sie weiterhin eng mit den Eltern zusammenarbeiten. „Der Kontakt geht ganz bestimmt nicht verloren“. Ihre Stelle als Verbundleiterin ist eine zusätzliche. Dafür wurde keine andere Stelle gestrichen, betont der Pfarrer. Auch für Finmans-Göbels Leiterstelle ist schon Ersatz geschaffen: „Aber sie wird zunächst eine Lücke hinterlassen“, meint Schmitz.

Die Idee zur Arbeit mit einer Verbundleitung für die Pfarrgemeinde St. Peter steht schon seit rund zwei Jahren im Raum. In einem vom Bischöflichen Generalvikariat in Münster ins Leben gerufenen Pilotprojekt in Wesel gibt es bereits seit einigen Jahren eine Verbundleitung. Nun zieht auch die Pfarrgemeinde St. Peter nach.

Durch die neuen Aufgaben scheidet Heike Finmans-Göbel im November mit der Neuwahl nach 15 Jahren Tätigkeit aus dem Kirchenvorstand aus.