In Rheinberg im Einsatz für englischen Rasen

Regelmäßiges Mähen – im Sommer am besten wöchentlich – vermeidet Moos und sorgt für ein sattes, durchgängiges Grün. Vor dem Winter sollte das Gras gedüngt werden und in der kalten Jahreszeit möglichst in Ruhe gelassen werden.
Regelmäßiges Mähen – im Sommer am besten wöchentlich – vermeidet Moos und sorgt für ein sattes, durchgängiges Grün. Vor dem Winter sollte das Gras gedüngt werden und in der kalten Jahreszeit möglichst in Ruhe gelassen werden.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Der Service- und Pflegetrupp des Sonsbecker Garten- und Landschaftsbau-Betriebs Grütters pflegt Rheinbergs Grün mit viel Herzblut.

Rheinberg..  Der Laubbläser brummt monoton, der Besen schabt beharrlich über das Kopfsteinpflaster – Peter Class und Simon Oberbarnscheidt sind in die Arbeit vertieft. Sie vertikutieren, düngen, entlauben und mähen. Das Team des Garten- und Landschaftsbau-Betriebs Grütters aus Sonsbeck hat ein Händchen für englischen Rasen. Für das perfekte Grün sind sie täglich draußen, bei Wind und Wetter. „Wenn das Gesamtbild stimmt, macht es am meisten Spaß“, sagt Simon Oberbarnscheidt über seinen Beruf. Dafür müssen aber auch die Halmlängen stimmen. „Man kann einen Rasen mähen und man kann einen Rasen mähen“, sagt der 26-Jährige schmunzelnd und setzt den Rasenmäher in Gang. Leise surrend stutzt das Rotorblatt das satte Grün zurecht. „Ein regelmäßiger Schnitt vermeidet Moos“, weiß der Fachmann. Im Sommer sollten die Halme wöchentlich getrimmt, im Winter hingegen in Ruhe gelassen werden. „Der Rasen sollte gedüngt in den Winter gehen“, rät Service-Gärtner Peter Class. Und vor allem nicht zu kurz. Deshalb geht das Gärtner-Duo im November mit der Schnittlänge nach oben. Auch das Laub entfernen sie regelmäßig, da dieses den feinen Halmen auch nicht gut tut. Die beiden Service- und Pflegekolonnen der Firma Grütters umsorgen rund 40 Gärten. Nicht nur für den Grünschnitt, die Baumfällung und das Unkrautjäten sind sie da, sie stellen auch die Bewässerungsanlagen ein und beraten bei der Konzeptionierung des Gartens. Eines bestimmten Laufmuster folgend umrundet Simon Oberbarnscheidt mit seinem Rasenmäher sorgfältig die blühenden Beete -- vorbei an Lavendel, Buchsbaum, Rosensträuchern und einem Mäh-Roboter. „Die Entwicklung im Bereich der Mäh-Roboter ist rasant“, berichtet Peter Class. Die Technik sei aber noch nicht immer ganz so ausgereift. „Laub und Äste lässt der Roboter liegen, die ein normaler Rasenmäher aufsaugt. Außerdem verteilt er schon mal das Unkraut“, weiß der 35-jährige Experte. Nacharbeiten müssen die Beiden, nachdem der Roboter seine Runden gedreht hat, da er an manchen Ecken so seine Probleme hat.

Während Simon Oberbarnscheidt seine Runden mit dem Mäher dreht, widmet sich Peter Class schon den Beeten. Er verteilt eine dunkelbraune Erde zwischen den Pflanzen. „Edelkompost ist schon soweit zersetzt, dass es Nährstoffe abgibt“, sagt er über die Mischung, mit der er das Beet verschönert. Rindenmulch hält er für weniger geeignet: „Der klaut Nährstoffe für seine eigene Zersetzung“, sagt der Profi. In Blumenbeeten findet er persönlich Ziersalbei am schönsten. „Der blüht bis zu drei Mal im Jahr“, sagt er.

So sehr er sich am Anblick eines hübsch zurechtgemachten Gartens auch erfreut, muss das eigene Grün aus Zeitgründen schon mal zurückstehen. „Mein eigener Garten wird stiefmütterlich behandelt“, gibt er zu. „Ich bin froh, dass ich noch keinen eigenen Garten habe“, findet sein jüngerer Kollege. Dafür wird er aber häufig von seinen Eltern eingespannt, um dort mit seinem grünen Daumen die Gartenidylle zu umsorgen.