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„Earth Hour“

In Rheinberg gehen für eine Stunde die Lichter aus

29.03.2012 | 06:00 Uhr
In Rheinberg gehen für eine Stunde die Lichter aus
AP Photo/Manish Swarup

Rheinberg.   Einmal um die Welt und zurück: Rheinberg beteiligt sich Samstag an der „Earth Hour“. Eine Stunde gehen die Lichter aus.

Rheinberg befindet sich in bester Gesellschaft. In einer Runde mit Paris, New York oder Pisa. Am 31. März machen diese und viele, viele andere Städte auf der Welt gemeinsame Sache. Um 20.30 Uhr knipsen sie das Licht aus. An so bekannten Gebäuden wie dem Eiffelturm, dem Empire State Buildung, dem schiefen Turm von Pisa – und in Rheinberg am Alten Rathaus und am Stadthaus. „Earth Hour - Deine Stunde für unseren Planeten“ heißt die weltweite Aktion, mit der ins Bewusstsein gerückt werden soll, was schon allein in 60 Minuten alles für Natur- und Klimaschutz getan werden kann. Initiator ist der WWF, der World Wide Fund For Nature, eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt. Rheinberg beteiligt sich auf Vorschlag der Grünen zum ersten Mal.

Die Grünen, sagt Fraktionssprecher Jürgen Bartsch, seien auch mehr oder weniger durch Zufall auf diese Aktion gestoßen. „Eine tolle Sache“, so die Meinung der Grünen. Sicherlich, es sei letztendlich eine symbolische Geste, aber so werde das Thema Klimaschutz wieder einmal ins Bewusstsein gerückt und den Menschen gezeigt, wie einfach es doch sein könne, etwas zu tun. Und: Viele Gebäude, so Bartsch, würden aus gestalterischen Zwecken beleuchetet. Die Frage sei natürlich: „Muss das die ganze Nacht sein?“

Nein ist die Antwort des Technischen Beigeordneten Dieter Paus. Denn in Rheinberg würden die Lichter nicht die ganze Nacht brennen, sondern noch vor Mitternacht abgeschaltet. Auf die Anregung der Grünen hatte die Stadt schnell reagiert, sie hat sich bereits auf der Earth-Hour-Homepage registriert, wer dort auf der NRW-Karte Rheinberg anklickt, sieht sofort, an welchen Gebäuden die Lichter ausgehen.

Jeder Bürger kann mitmachen

In anderen Städten gibt es zum Teil auch noch begleitende Aktionen und Treffen, die auf der Homepage registriert sind. Auch die Rheinberger Grünen überlegen, ob sie am Samstag zu einem Treffen bei Kerzenschein zwischen Stadthaus und Altem Rathaus einladen.

Die „Earth Hour“ begann vor sechs jahren in Sydney, mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen daran teil. Auch die Rheinbergerinnen und Rheinberger selbst können am Samstag zwischen 20.30 und 21.30 Uhr das Licht ausschalten und so ein Zeichen setzen. In den vergangenen Jahren, heißt es beim WWF, sei die „Earth Hour“ zur größten weltweiten Umweltschutzaktion geworden.

Eine Aktion, die gut zum Profil der Klimastadt Rheinberg passt. Hier, sagt Jens Harnack, Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit, sei in den vergangenen Jahren viel passiert. So wurde unter anderem das Stadthaus im Hinblick auf Energiesparmöglichkeiten umfassend saniert und die Mitarbeiter wurden geschult.

Klartext - von Carmen Friemond

60 Minuten sind ein Anfang

60 Minuten lang werden am Samstagabend Stadthaus und Altes Rathaus im Dunkeln liegen. Und vielleicht auch der eine oder andere Rheinberger Haushalt. Es ist eine symbolische Aktion, aber was ist verkehrt daran, ein Zeichen zu setzen?

„Earth hour“ soll die Menschen zum Nachdenken anregen, das Thema Klimaschutz mal wieder ins Bewusstsein rücken. Etwas tun, anstatt nur zu reden. Und auch, wenn nur bei wenigen dann, wenn alles im Dunkeln liegt, ein Licht im Kopf angehen sollte, ist doch schon etwas gewonnen.

Wer mehr über die Aktion wissen und selbst mitmachen möchte, kann sich hier informieren: www.wwf.de/earth-hour-2012/

Carmen Friemond



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