In dieser Schule wird auch gespielt

Alpen..  Wer gern und viel spielt, lernt gern und viel und damit gut. Daher hat Spielen einen festen Platz in den Stundenplänen der Sekundarschule Alpen – und das nicht nur in den Pausen. Mit seinem ausgefeilten Spielekonzept hat die Schule nun auch bei Fachleuten gepunktet. Die Konzeptmacher um Abteilungsleiterin Sylke Brodam und Vertrauenslehrerin Nina Bracken haben an einem Wettbewerb der Initiative „Spielen macht Schule“ teilgenommen. Auf Anhieb mit Erfolg. Die Schule hat eine umfassende Spieleausstattung gewonnen – mit 186 unterschiedlichsten, teils sehr anspruchsvollen, allesamt pädagogisch wertvollen Spielen, die auch im Unterricht eingesetzt werden. An der Sekundarschule in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch.

Die Initiative fördert das klassische Spielen an Schulen. Denn neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Neurodidaktik beweisen: Spielen macht schlau. „Spielen und anspruchsvolles Lernen sind keine Gegensätze. Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder lernen beim Spiel“, sagt Prof. Manfred Spitzer, Leiter des Zentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) in Ulm.

Die Sekundarschule Alpen – „Schule mit dem Plus“ – ist zum ersten Mal dem Aufruf der Initiative gefolgt und hat ein maßgeschneidertes Spielekonzept eingereicht und war auf Anhieb erfolgreich. Eine Fachjury verlieh neben der Spielsammlung das Zertifikat „Spielen macht Schule – Schule 2014“. „Wir werden in den nächsten Monaten das Konzept umsetzen. Es gibt zahlreiche Bereiche im Schulleben, in denen Spielen Sinn ergibt“, so Sylke Brodam. „Da wir noch eine Schule im Aufbau sind und in den nächsten Jahren weitere umfangreiche Aufgaben zu stemmen sind, werden wir uns zunächst auf die Bereiche ,Spielen in der Pause’, während der Mittagsfreizeit und ,Spielen im Unterricht’ konzentrieren.“

Die Schüler der künftigen Jahrgangsstufe Fünf dürfen sich auf eine große Klassen-Spielekiste freuen. Alle Schüler werden von der Einrichtung eines Spielezimmers profitieren, das sie während der Mittagsfreizeit nutzen können. „Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bereich Bauen und Konstruieren“, erläuterte Sylke Brodam. Noch für das bevorstehende zweite Schulhalbjahr ist das Angebot einer AG Lego-Technik und einer AG Lego-Mindstorms geplant.

Hintergrund dieses Projektes sind Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spiel bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung. Die Initiative wurde vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ und dem Zentrum für Neurowissenschaften ins Leben gerufen, unterstützt von den Kultusministerien. Von der spielerischen Seite können sich Eltern und künftige Schüler am „Tag der offenen Klassentür“ am 27. und 28. Januar machen. Anmeldung unter Tel. 02802 8008980 oder per mail sekundarschule-alpen@t-online.de

Die Anmeldungen für das neue Schuljahr sind vom 31. Januar bis zum 4. Februar. www.sekundarschule-alpen.de.