Im Stillen wirken

Die geehrten Ehrenamtler mit Bürgermeister Thomas Ahls.
Die geehrten Ehrenamtler mit Bürgermeister Thomas Ahls.
Foto: Florie
Was wir bereits wissen
24 engagierte Bürger wurden beim Alpener Ehrenamtstag im Schulzentrum für ihre Arbeit geehrt

Alpen..  Beim Betreten des Schulzentrums bildete sich zunächst eine lange Schlange, die den 280 Gästen die Gelegenheit gab, sich in das Buch der Stadt einzutragen. Neben den zahlreichen Personen aus Politik, Stadt und Kultur hatten sich auch 23 der 24 zu ehrenden Bürger eingefunden – nur Rolf Misselhorn als Pfleger der Außenanlage der Bönnighardter St.-Martin-Kita fehlte. Eine von ihnen war Edeltraud Schwerd, die später wie die anderen von Bürgermeister Thomas Ahls geehrt wurde – sie für ihre jahrzehntelange Arbeit bei der kfd, davon 16 Jahre als Teamsprecherin. „Menschen, die im Stillen wirken, müssen nicht im Vordergrund stehen“, sagte Edeltraud Schwerd. „Das ist nicht so wichtig“, findet auch Roswitha Gardewischke, die als Brot-und Kuchenbäckerin im Amaliencafé ihren Beitrag leistet.

„Ich hab nie gewusst, dass es hier soviele Ehrenamtliche gibt“, betonte die Gitarristin und Sängerin Judy Bailey. Und sorgte dann mit ihrem Mann Patrick Depuhl für den schwungvollen Auftakt des Abends. Später holten sie noch vier Geehrte zum Mittrommeln auf die Bühne.

„Sie sind so gut drauf, da brauch ich nix zu sagen“, hob der stellvertretende Landrat Josef Devers dann die lange Tradition des Ehrenamtes hervor. In Zeiten klammer Kassen, nannte er die Beispiele Hallenbad, Sportanlagem und Bücherei. „In Alpen sind gute Ideen und leidenschaftliches Engagement zu Hause – da sind sie vorbildlich, und da können sie ruhig ein bisschen stolz drauf sein.“ Devers drückte auch seine Anerkennung für das Engagement gegenüber den Flüchtlingen aus, die sich in der Gemeinde „wohl und angenommen“ fühlten. „Mehr an christlichem Mitgefühl als in Alpen ist nicht möglich.“

Gerade in der Flüchtlingshilfe habe man es in Alpen wieder geschafft, „Menschen zu begeistern, sich für andere einzusetzen“, widmete sich auch Bürgermeister Thomas Ahls diesem Schwerpunkt. Das „Fest der Begegnung“ im Januar sei beispielsweise eine „berauschende Feier von und für Flüchtlinge“ gewesen.

Man werde in diesem Jahr mit dem Bau der neuen Flüchtlingsunterkünfte beginnen. Aufgrund der Darlehen und Abschreibungsmöglichkeiten werde sich so auch die Belastung der Gemeinde insgesamt verringern.

Ahls richtete seinen Dank auch an alle anderen Ehrenamtlichen, „für ihre gemeinnützige Arbeit für unsere Dörfer und deren Mitmenschen“. Sie leisteten „oftmals still und unbemerkt“ Herausragendes, dankte er für das partnerschaftlichen Zusammenarbeiten von Verwaltung, Vereinen und Verbänden. „Ein offenes Ohr füreinander zu haben, das sollten wir uns gegenseitig weiter versprechen.“