„Ich lasse keinen rein“

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Sonsbeck..  Schauen wir ein paar Kilometer weiter nach Sonsbeck: Wenn die Möhnen dort durchs Zentrum ziehen, ist gewaltig Stimmung im Dorf. Schon lange vor dem Rathaussturm feierten die gut 120 jecken Weiber um Obermöhne Sonja Schillians bei Volksbank, Sparkasse und im Café Lensing.

Gegen 17 Uhr konnte aber niemand mehr die Schar aufhalten. Sie zogen auf den Rathausplatz, wo ein Fußballtor den Weg zum Kastell versperrte. „Ich lasse keinen rein“ stand über dem Tor und im selbigen stand gestern nicht der Theodor, sondern Bürgermeister Heiko Schmidt, der den Amtsanzug gegen ein Sonsbecker Fußballtrikot getauscht hatte.

Sein Team habe unglaublich hart für diesen Tag trainiert, verkündet er. Die Bewegungsmelder im Rathaus, sonst träge Beamten gewohnt, sein fast durchgebrannt. Keinen reinlassen ist eine Sache, keine eine ganz andere. Mit Charme bezierzten die Möhnen den Verwaltungschef, zugleich überraschte Obermöhne Sonja ihn mit 300 bunten Bällen. Und davon ließ Heiko Schmidt dann doch einige rein, so dass er sich geschlagen geben musste und die Möhnen zum Umtrunk ins Kastell einlud. „Denkt dran, noch ist Sonsbeck schuldenfrei. Also haltet Euch zurück“, rief er noch. Bevor aber endgültig gefeiert wurde, gab es noch „Sonja, Sonja“-Sprechchöre. Denn Heiko Schmidt sagte zur Freude der Möhnen, dass er nach der Premiere nun darauf hoffe, auch 2016 wieder von Sonja, die zuvor gewisse Rücktrittsgedanken andeutete, belagert zu werden.

Neben dem entmachteten Bürgermeister war noch ein Sonsbecker Junge Hahn im Korb: Matthes Broeckmann, von Obermöhne Sonja „Bürgermeister der Herzen“ genannt.

„Sackers und Band“ heizten zum Finale im Festzelt den Sonsbeckern noch richtig ein. Im Zelt geht es morgen ab 20.11 Uhr mit der „Karnevalsparty“ mit DJ Marc weiter. Rosenmontag trifft man sich dann nach den Karnevalszügen in Veen oder Rheinberg wieder zum Abfeiern im Karnevalszelt.