Hunderte Amazon-Angestellte streiken in Rheinberg und Werne

Wieder Streik bei Amazon in Rheinberg.
Wieder Streik bei Amazon in Rheinberg.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Der Streikaufruf geht von Donnerstag 5 Uhr bis Samstag mit Ablauf der Spätschicht. Ziel: Anerkennung des Tarifvertrags für den Einzelhandel in NRW.

Rheinberg/Werne.. Pünktlich zum Beginn der Frühschicht haben am Donnerstagmorgen in Rheinberg 200 und in Werne 70 Amazon-Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu den erneuten Streiks aufgerufen. Diese sollen bis zum Ende der Spätschicht am Ostersamstag fortgesetzt werden.

"In beiden Versandhandelszentren werden bis zu 700 Angestellte streiken, wenn alle Schichten mitziehen", sagte Verdi-Sprecher Tim Schmidt. Bisher habe sich Amazon noch nicht bei der Gewerkschaft für Tarifgespräche gemeldet. Nach Angaben einer Amazon-Sprecherin sind trotz des Streiks keine Folgen für das Ostergeschäft zu erwarten.

"Um 5 Uhr beginnt der Streik, eine Stunde vor Beginn der Frühschicht“, erklärte am Mittwoch Tim Schmidt, Verdi-Gewerkschaftssekretär Linker Niederrhein und für Amazon Rheinberg zuständig, im Gespräch mit dieser Redaktion. „Der Streik dauert bis zum Ende der Spätschicht am Samstag.“

Schmidt geht davon aus, dass das Ostergeschäft bei Amazon durch den Streik beeinträchtigt wird. „Auch kurz vor den Feiertagen wird noch viel bestellt und ausgeliefert.“ Deswegen wird auch über den Karfreitag hinaus gestreikt. „Wir wollen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.“

Verdi Die Forderungen von Verdi für die Amazon-Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen sind immer noch dieselben. Schmidt: „Unser Ziel ist die Anerkennung des Tarifvertrags für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen.“ Darüber zu reden ist aber laut Schmidt nicht möglich. „Amazon verweigert jegliches Gespräch.“ Die Gewerkschaft fordert in dem bereits seit Jahren andauernden Konflikt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels, während das Unternehmen nach den niedrigeren Vorgaben der Logistikbranche bezahlt. Zuvor hatte Verdi bereits in Bad Hersfeld, Leipzig und Koblenz zu Streiks aufgerufen. (mit dpa)