Hortensien in Xanten mit ersten Knospen

Im Klever Garten ihrer Freundin hat sich Petra Kühn gut um die Pfingstrosen gekümmert.
Im Klever Garten ihrer Freundin hat sich Petra Kühn gut um die Pfingstrosen gekümmert.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Auf Petra Kühns Balkon recken sich jedes Jahr blaue Mauritius und weiße Blüten an Ziersträuchern der Sonne entgegen. Vorher sind jedoch die Meisen am Zug.

Xanten..  Tschilpende Meisen, heimische Kunst und grüne Knospen als Vorboten des Sommers zieren Petra Kühns „grünes Paradies“. Dabei handelt es sich um ihren Balkon. Den hegt und pflegt sie seit Jahren und muss ihn manchmal auch mit Argusaugen bewachen. Derzeit nisten dort nämlich wieder die Meisen. „Die kommen jedes Jahr“, sagt die 67-Jährige. Und dann schlüpfen meist sechs bis sieben Babys aus den Eiern.

Sie hat zwei Vogelhäuser für die heimischen Piepmätze aufgehängt. Die wählerischen Tiere nisten aber immer nur in einem: „Der Naturschutzbund hat mir erklärt, dass die zu nah beieinander hängen“.

Mietzi hat ein Auge auf die Meisen

Gerne beobachtet sie, wie die Eltern unermüdlich Futter bringen und die Jungvögel ausfliegen – nur auf ihre Katze Mietzi muss sie dabei sehr viel Acht geben: „Einmal ist ihr eine Meise genau ins Maul geflogen“, erinnert sie sich. Auch Amseln kommen zum Futterhaus der Tierfreundin. Tauben kühlen sich ab und an in ihrem Vogelbad ab. „Manchmal ruft mich jemand an und sagt: ,Hör mal, hast du gesehen, da sitzen zwei Tauben bei dir auf dem Balkon’“. Die stören die gebürtige Gelsenkirchenerin aber kaum.

Mittlerweile wohnt sie seit 30 Jahren in Xanten. Bis vor kurzem hat sie im großen Klever Garten einer Freundin ausgeholfen. Mit strahlenden Augen berichtet sie von den Haselnuss- und Ginster­sträuchen, den Buchenhecken und Paeonias. Als die Freundin starb, wurde das ehemalige Gärtnerei-Gelände abgerissen. Deshalb ist es ihr nun umso wichtiger, ihren Balkon als grüne Zuflucht zu erhalten. Hier wachsen aber nicht nur riesige weiße Hortensien, die derzeit gerade erst Knospen bekommen, sondern es hängen auch „blaue Mauritius“ in den Balkon-Kästen.

Kühnes Tipp, damit die Hortensien auch jedes Jahr in voller Pracht blühen: „Ich schneide immer nur eine Seite nach unten, die andere lasse ich stehen und schneide sie dann im nächsten Jahr.“ Würde sie beide Seiten schneiden, müsste sie eine Saison lang auf die beeindruckenden Blüten verzichten.

Neben ihrem Balkon und ihrem Fahrrad liegt Petra Kühne auch die Heimatkunst am Herzen. Deshalb hat sie ihren Balkon und die Wohnung mit Kunstwerken von heimischen Künstlern wie Günther Zins aus Kleve oder Christoph Wilmsen-Wiegmann aus Kalkar dekoriert.

Haben Sie auch Lust, uns Ihr „grünes Paradies“ vorzustellen? Dann melden Sie sich bei uns ( 02843/170768), schicken Sie eine Mail an lok.rheinberg@nrz.de, gerne auch mit einem Foto, oder kommen Sie ganz einfach in der Redaktion in der Kamper Straße 5-7 in Rheinberg vorbei.