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Hobby und Herausforderung

22.01.2015 | 00:12 Uhr
Hobby und Herausforderung

Rheinberg-Borth. Die Montessori-Realschule in Borth („Freie Schule Niederrhein“) hat eine neue Leiterin: Ulla Fischoeder folgt auf Wolfgang Fillers. Der 78-Jährige, der den Aufbau der Schule seit 2012 mitgestaltete, hat sich wie berichtet zur Ruhe gesetzt.

Für Ulla Fischoeder, die aus Essen stammt und seit 17 Jahren in Rheinberg lebt, gibt es kein Vertun: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt die 58-Jährige. Sie versteht sich als Pädagogin mit Leib und Seele. In Essen hat sie Deutsch und Philosophie studiert. Als Gymnasiallehrerin unterrichtete sie zusätzlich auch Politik und Geschichte. Später legte sie in Köln das Montessori-Diplom ab. 2011 begann sie an der Montessori-Schule in Wesel. In den Umzug nach Borth war sie 2012 eingebunden. Dort nahm die Schule zum Schuljahr 2013/2014 ihren Betrieb auf. „Ich habe nie daran gedacht, die Leitung der Schule zu übernehmen“, gesteht Ulla Fischoeder. „Aber nachdem Herr Fillers aufgehört hat, gab es meiner Meinung nach niemanden, der die Schule hätte übernehmen können. Also habe ich mich gemeldet.“ Nun nimmt sie es als Herausforderung, die von Wolfgang Fillers – ehemaliger Konrektor der Realschule Rheinberg – vorbereiteten Strukturen weiter auszubauen.

Fillers selbst sagt, er habe den Aufbau der Borther Montessori-Schule mit Freude und Engagement vollzogen. Zwei Schulen unter einem Dach – das mache die Leitung zu einer besonderen Aufgabe. Ein Aspekt, der nach Auffassung des 78-Jährigen noch nicht bekannt genug sei. Fillers: „Ich halte es für unglücklich, dass der Schulträger für die Montessori-Realschule den Namen ,Freie Schule Niederrhein’ gewählt hat. Vielen Eltern ist gar nicht bewusst, dass es neben der Grundschule hier auch eine Realschule gibt.“

Die Grundschule – sie wird nach wie vor von Diana Schwinges-Leo geleitet – besuchen derzeit 86 Kinder in vier Klassen: eine vierte Klasse (deren Klassenlehrerin bisher Ulla Fischoeder war) und drei jahrgangsübergreifende Gruppen, die jeweils von Schülern der Klassen eins bis drei besucht werden. Neben der Leiterin unterrichten acht Pädagogen in den Klassen. Zusätzlich gibt es den Offenen Ganztag.

In der Realschule sind die Klassen fünf und sechs zusammengefasst. 18 Jungen und Mädchen zählt die Einrichtung bisher. Nicht nur Ulla Fischoeder hofft, dass bald weitere hinzukommen: „Wir freuen uns, dass ein Schwung unserer Grundschüler an der Realschule weiterlernt. Es geht aber auch darum, ein Kollegium aufzubauen.“

Die neue Leiterin der Privatschule spürt förmlich, „dass wir ein Pfund in der Hand haben“, wie sie sagt: „Wir sind eine kleine Schule und werden das auch bleiben. Dadurch sind wir keine anonyme Einrichtung. Wir wollen eine intensive Begegnung mit Eltern und Schülern, denn als kleine Schule können wir auf Probleme schnell reagieren.“

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2015-01-22 00:12
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