Hilfe für Borth

Rheinberg..  So sind sie, die Ehrenamtler: verrichten ihre wichtige Arbeit oft im Stillen – und wissen dabei manchmal gar nicht, wie lange sie schon Dienst an den Nächsten tun. Das war im Jugendhilfeausschuss einmal mehr zu bemerken, als Christian Maruhn sagte, wie lange er schon Leiter des Jugendheims TOT (das steht für teiloffene Tür) Borth sei – „so sieben, acht Jahre“.

Weil die offene Jugendarbeit im Stadtteil Borth alleine durch die Angebote im Jugendzentrum dort bereitgestellt werden, hat die Verwaltung eine Kooperations- und Zuschussvereinbarung entwickelt, die einen Zuschuss von 9000 Euro pro Jahr vorsieht. Im Gegenzug muss dafür allerdings jährlich an die Verwaltung und den Ausschuss Bericht erstattet werden. Stellt sich dabei heraus, dass Gelder nicht der Verwendung entsprechend eingesetzt werden, müssen sie in der Mitte des folgenden Jahres zurückgezahlt werden. Und zusätzlich muss es mit der Jugendpflege mindestens zweimal in jedem Jahr einen Austausch geben.

Maruhn beschrieb den sogenannten offenen Betrieb als „sehr schwierig. Wir bieten ihn mittwochs, freitags und sonntags an. Aber wir wollen loskommen von den festen Zeiten“, um dann dasein zu können, wenn die Jugendlichen ein Angebot haben wollen. Aber genau ein solches Angebot passe nicht zu der zeitlichen Verfügbarkeit der ehrenamtlichen Helfer. „Wir haben 26 Betreuer, aber das sind meist Schüler, Studenten und Berufstätige.“

Der Ausschuss lobte den Einsatz der katholischen Kirche, die das Heim betreibt, und der Ehremamtler. „Es ist gut, dass es so etwas gibt“, sagte Klaus-Dieter Lang (SPD). „Ist denn die Kommunikation mit dem Zuff zufriedenstellend, wird mehr Zusammenarbeit gewünscht?“ Maruhn berichtete davon, dass es derzeit keine Kommunikation gebe, er aber sehr gerne eine Kooperation einginge.

Das soll in Zukunft klappen. Markus Geßmann (CDU) verwies darauf, dass die Kooperation das Ziel der Vereinbarung sei. „Sie ist ja quasi ein Vertrag mit dem Zuff!“