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21.05.2008 | 19:25 Uhr

ORIENTIERUNGSFAHRT. Über 30 Teams zeigten bei der Niederrheintour, auf was es ankommt: Karten richtig zu lesen. Oldtimer waren mit am Start.

RHEINBERG-BUDBERG. Pünktlich um 15.30 Uhr startet der erste Wagen, die anderen folgen. Vom Treffpunkt Landhaus Steinhoff in Budberg geht's los, erstmal Richtung Rhein. Über 30 Teams, Fahrer und Beifahrer, nehmen an der Frühlings-Orientierungsfahrt des Polizei-Sportvereins Duisburg und der Motorsportabteilung des ADAC teil. Sogar eine eigene Starterklasse für klassische Fahrzeuge Baujahr 1988 und älter macht sich auf die Tour quer durch den Niederrhein.

Eine große Liebe

Gerd Blankenhagen und Willi Potjans beispielsweise fahren einen sportlichen MGA, Baujahr 1956. "Mit dem Auto sind wir zusammen 225 Jahre alt", schmunzelt Gerd Blankenhagen. Den Oldtimer hat sich der Emmericher vor einigen Jahren zugelegt. "Das Modell hatte ich damals in meinen wilden Jahren gefahren." Der Wagen ist "wirklich eine große Liebe", gesteht Blankenhagen. Mit dem Xantener Willi Potjans, der für das Kartenlesen zuständig ist, geht der Emmericher auf Erkundungstour. "Diese Fahrten machen Spaß, man lernt die Landschaft kennen, aber es ist auch der motorsportliche Wettbewerbsgedanke, der zählt", so Blankenhagen. Zusammen mit drei weiteren Teams fahren sie in der Kategorie Oldtimer/Klassik.

Mit dabei ist auch das Ehepaar Peters aus Düsseldorf. "Unser Schätzchen ist ein Opel Kadett Coupe aus dem Jahr 1975", verrät Heinz-Dieter Peters stolz, "unser Modell stammt aus einer Sonderserie, es gibt vielleicht noch zehn Fahrzeuge davon in Deutschland." Auch Ute Peters hat Gefallen an der Orientierungsfahrt gefunden, sie unterstützt ihren Mann gerne als Beifahrerin.

"Der Beifahrer muss der perfekte Kartenleser, quasi ein persönliches Navigationssystem sein, denn das entscheidet über Zeit und Kilometer", erklärt Andreas Gödecke aus Köln. Er startet mit seinem Audi Quattro in der Kategorie A. Zusammen mit Beifahrer Dirk Langel. Akribisch bereitet sich das Duo auf seine Fahrt vor, das Kartenmaterial wird genau studiert. "Man muss ein eingespieltes Team sein und sich auch mal ohne Worte verstehen", so Gödecke. Der Wettbewerbsgedanke spiele für die beiden schon eine wichtige Rolle: Sie nehmen regelmäßig an Meisterschaften teil, bei denen es Pokale zu gewinnen gibt. "Diese Orientierungsfahrt zählt unter anderem als Einzeletappe für den Gau-Pokal", sagt Andreas Gödecke. Und den möchte er gewinnen. Am Ende hat's allerdings für den ersten Platz nicht ganz gereicht, das Kölner Duo belegte nur Platz vier in seiner Kategorie. Für das Düsseldorfer Ehepaar Peters hat's am Ende in der Klassik-Klasse für den dritten Platz gereicht, Potjans und Blankenhagen landeten hinter dem Paar auf Platz vier. Erik Wolfertz und Reinhold Wisniewski aus Remscheid waren übrigens die glücklichen Sieger, sie gewannen mit ihren BMW von 1981 bei den Klassikern.

NADINE HOLTAPPEL

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