Gut Holz – und eine ausgelassene Party in Alpen-Veen

Die „Stoffbären“ aus Veen und Umgebung wurden beste Männermannschaft.
Die „Stoffbären“ aus Veen und Umgebung wurden beste Männermannschaft.
Was wir bereits wissen
Beim siebten Veener Kegelpokal räumten die „Stoffbären“ aus Veen und Umgebung die meisten Mannschaftspunkte ab.

Alpen-Veen..  In dem kleinen Flur, auf der Treppe und an der Kellerbar der Kegelanlage Barth in Bönninghardt herrschte dichtes Gedränge, als sich ein guter Teil der rund 450 Amateursportler auf die Jagd nach Punkten, Rekorden und Pokale machte. Die anderen ließen die Kugel zwei Tage lang in der Gaststätte „De Kelder“ in Xanten rollen – Teilnehmer von Krefeld und Duisburg bis Bislich und Marienbaum waren am Start.

Jürgen Binn und seine Jungs von den „Källese Fottfängers“ aus Kleve-Kellen waren zum allerersten Mal bei so einem Turnier dabei. „Der Präses wollte neue Spieler einführen und ist so auf das Turnier gestoßen“, verfuhren Jürgen Binn und Co. nach dem Motto „Dabeisein ist alles“. Theo Klunder stieß ein paar Minuten nach dem Anwerfen zu seiner Truppe. „Vom Stadion zur Kegelbahn – einen schöneren Samstag gibt es nicht“, ging er mit dem Sieg seiner Gladbacher im Rücken auf die Bahn.

Die anderen Teams genossen an der Kellerbar das Beisammensein. „Die Gemeinschaft mit allen“ mache es aus, fand Lukas Kieres vom „KC KNPPL“ aus Wesel, der mit neun weiteren Jungs gekommen war. „Und wir haben uns gesteigert von 243 auf 294 Holz – ein echter Quantensprung“, war der Tag für diese Mannschaft auch „sportlich“ gut verlaufen.

Zufriedenheit herrschte jedenfalls bei Peter Schweden vom ausrichtenden Veener Kegelverein „Die Kegelgötter“. „54 teilnehmende Klubs: Das übertrifft unsere Erwartungen“, erinnerte er sich an die Anfänge vor sieben Jahren, als man für den Veener Rasenplatz noch Geld gesammelt hatte und die Idee des Alpener Kegel-Gemeindepokals, der mit mehreren Vereine über Wochen gestückelt lief, weiterentwickelte. „Da haben wir mit Roman Merkewitsch vom Spargelhof Schippers überlegt, den Wettbewerb mit anschließender Fete auf dem Spargelhof an einem Wochenende zu machen.“ Seitdem wird das Event von Jahr zu Jahr größer. „Über die Mundpropaganda ist das ein Selbstläufer geworden – der Spaß steht im Vordergrund“, meinte Schweden.

Jeder Klub durfte soviele Spieler mitbringen, wie er wollte – jeder hatte in zwei Durchgängen zehn Wurf. „Fünf Würfe in die Vollen, da zählen die Punkte und fünf zum Abräumen, das heißt ein Bild und dass dann wegräumen“, erläuterte das „Kegelgötter“-Mitglied.

Der Spaß war allen Beteiligten an der Bahn anzumerken – und später auch im bei der Party auf dem Spargelhof Schippers, wo am Abend dann die Sieger in den Kategorien Bester Einzelspieler/-in, Beste Mannschaft und Beste Frauenmannschaft gekürt wurden. „Vorher grillen, dann Spass haben und feiern“, lautete das Motto der Menzelenerin Lena und ihrem Frauenteam vom „KC Die Lampen an“.

Zu fetzigen Beats wurde schon früh getanzt, ehe es dann zur Siegerehrung ging – und zu einem Quasi-Heimspiel für die „Eingeborenen“ geriet. Bei den Frauen siegte das „OB-Team“ aus Veen und Umgebung, die sich auf der Bühne daraufhin erstmal ein Schnäpschen gönnten. „Damit haben wir nicht gerechnet“, bekannte Anja Anlahr für das Team. Die beste Keglerin war Meike Bocholz aus Veen.

Simon Meier vom „KC Freitag der 13.“ aus Alpen stellte bei den Herren mit insgesamt 70 Holz einen unangefochtenen Bahnrekord auf. Und mit Papierkronen, ihrem „Bärenmarke“-Logo als Banner und unbändiger Freude feierten die „Stoffbären“ aus Veen und Umgebung ihren Sieg als beste Männermannschaft.

„Wir sind eigentlich keine Superkegler, aber auf einmal fielen die Dinger“, konnte Roman Merkewitsch auf seinem eigenen Hof mit dem Pokal in der Hand in die feierliche Nacht gehen. Und auch in der siebten Auflage hatten die amtierenden Titelverteidiger ihren Titel nicht verteidigen können.