Gottesdienst mit allen Christen in St. Peter Rheinberg

Gestalteten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst, der wegen des Wetters in der St.-Peter-Kirche gefeiert werden musste: (von links) Pater Lal Kanatt, Pastoralreferent Werner Koschinski und Pfarrer Uwe Klein.
Gestalteten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst, der wegen des Wetters in der St.-Peter-Kirche gefeiert werden musste: (von links) Pater Lal Kanatt, Pastoralreferent Werner Koschinski und Pfarrer Uwe Klein.
Foto: Peter Bußmann
Was wir bereits wissen
Die ökumenische Pfingstfeier aller Rheinberger Kirchengemeinden musste wegen des Wetters vom Marktplatz in die Kirche verlegt werden.

Rheinberg..  Wie schon all die Jahre zuvor führten am Pfingstmontag alle evangelischen und katholischen Kirchengemeinden eine schöne Tradition fort, die vor einigen Jahren, genauer zu Pfingsten 2008, erstmals begann. Gemeinsam mit allen Christen aus der Rheinberger Umgebung gab es wieder den sehr gut besuchten ökumenischen Gottesdienst, der als Open-Air-Gottesdienst auf dem Rheinberger Marktplatz gegenüber der St.-Peter-Kirche stattfinden sollte. Die unbeständige Witterung mit Regen sorgte für den Umzug in die Kirche. Zelebriert wurde er diesmal von den katholischen Seelsorgern Pater Lal Kanatt, indischer Kaplan an St. Peter, dem Pastoralreferenten Werner Koschinski und Orsoys evanglischem Pfarrer Uwe Klein.

Auch das ist längst bewährte Tradition und praktizierte Ökumene: Jährlich wechseln sich die Geistlichen der christlichen Gemeinden von Wallach bis Orsoy in der Leitung des Pfingstgottesdienst ab, stets im ökumenischen Team. Selbst gesanglich ist es immer ökumenisch: Ein gewaltiger Chor von Sängerinnen und Sängern, aus den einzelnen Kirchengemeinden von Kantor Christof Bartusseck geleitet, sorgte neben einem großen Posaunenchor unter der Leitung von Stefan Büscherfeld für die musikalisch-religiöse Feststimmung.

Danach lud Büscherfelds Big-Band musikalisch zum Verweilen in der Kirche ein. Kaffee und Wasser standen, alles Bestens vorbereitet, Draußen für alle bereit. Damit auch die Küche zu Hause kalt bleiben konnte und auch Gourmets den richtigen Abschluss fanden, hatte Gastronom Oliver Prophet von der Alten Apotheke als Nachbar wieder den günstigen “Pfingstteller” aufgelegt.

Der inzwischen achte ökumenische Pfingstgottesdienst lieferte ein überzeugendes Beispiel für gelebte Ökumene beider Kirchen. Die St. Peter Kirche war rappelvoll, als Pfarre Uwe Klein abfragte, wer aus Rheinberg, Budberg oder Orsoy kam. Pastoralreferent Koschinski lobte den Pfingstgottesdienst: „Das ist ein gutes Zeichen der Verbundenheit unter den Rheinberger Christen.“

Es sei gut zu sehen, wie Christen unterschiedlicher Konfessionen das Miteinander pflegen – im Glauben und zum Wohle der Menschen wie in den gemeinsamen Initiativen der Tafel und der Wohnungs- und Existenzsicherung. Sehr kritisch gingen Klein und Koschinski mit der Gleichgültigkeit und der Unfähigkeit der EU-Staaten ein, die hilflose Menschen im Meer, so Klein, „buchstäblich absaufen lassen“. Beide kritisierten die Gleichgültigkeit Vieler und riefen zu mehr Engagement auf, brachten statt Predigt ein sehr erfrischendes und zum Nachdenken anregendes Zwiegespräch. Nicht das immer größere Haus, die immer höhere Position könne das Ziel sein. Gemeinsamkeit der Christen sei gefragt, so Klein. „Denn gemeinsam sind wir stark, die evangelischen und katholischen Christen.“