Gesundes Frühstück kann auch Spaß machen

Muireann und Sean-Warwick testeten die Schulranzen.
Muireann und Sean-Warwick testeten die Schulranzen.
Foto: Selina Maas
8. Gesundheitstag der AOK Rheinberg war ein voller Erfolg. Viele Informationen für die Eltern

Rheinberg..  Volles Haus hieß es am Samstag im AOK-Haus – die Gesundheitskasse lud alle zukünftigen I-Dötzchen zum Gesundheitstag ein. Viel zu sehen gab es für die Kleinen, aber auch für die Eltern an insgesamt 15 Ständen. Auf drei Etagen gab es alles, was zu einem gesunden und sicheren Schulalltag gehört. Los ging es im Erdgeschoss, wo sich die Eltern bei der „Räder-Ecke Schmitz“ informieren konnten, wie die Kinder den Schulweg sicher meistern können. Am meisten zu entdecken gab es in der obersten Etage. Dort gab es eine kreative Ecke, wo sich die Kinder Broschen mit ihren Lieblingsmotiven basteln konnten. Edeka Kusenberg präsentierte ein gesundes Pausenbrot mit Vitaminen. „80 Prozent der Kinder kommen ohne Frühstück oder nur mit einer Milchschnitte in die Schule“, weiß Günther Lohmann von der AOK. „Wir wollen zeigen, dass ein gesundes Frühstück Spaß machen kann und wichtig für die Konzentration ist.“

Außerdem war das Institut für betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ins AOK-Haus gekommen, um in Sachen Haltung, Gleichgewicht und Koordination aufzuklären. „Gerade die rhetorischen Fähigkeiten der Kinder haben sich verschlechtert. Das erkennt man daran, dass viele nicht auf einem Bein stehen oder balancieren können“, erklärte André Wegener vom BGF-Insitut. „Nur die Feinmotorik ist gut ausgeprägt, das heißt, dass die Kinder gute Fingerfertigkeiten besitzen.“ Das kommt vermutlich von den vielen Videospielen, Handys oder Computern, die die Kinder immer früher benutzen. „Die Kinder gehen immer weniger raus zum Spielen“, sagt Günther Lohmann.

Die zukünftigen I-Dötzchen konnten sich außerdem beim Schuhhaus Tervooren die Füße messen lassen. Auch einen Seh- und Sprachtest gab es. Der zahnärztliche Dienst Wesel mit Zahnarzt Dr. Rolf Heesen durfte nicht fehlen. „Die Zahngesundheit ist insgesamt zwar besser geworden, aber trotzdem gibt es viele Kinder mit Karies“, erklärte Dr. Heesen. Da der Tag der Einschulung immer näher rückt, gab es natürlich auch Schultaschen. Die Buchhandlung Schiffer sowie Lederwaren Fußmann hatten einige Exemplare mit gebracht. Doch einfach ist so ein Ranzenkauf keinesfalls. „Wir brauchen zwischen 30 und 45 Minuten, um bei einem Verkaufsgespräch den richtigen Tornister mit der optimalen Passform zu finden“, betont Carmen Hußmann. Sie hatte mehr als 120 Schultaschen mit 16 verschiedenen Formen und Größen mitgebracht. Denn beim Kauf spielen viele Kriterien eine Rolle: „Das Gewicht muss stimmen. Wenn sich das Kind bewegt muss er immer mittig sitzen und der Tornister soll natürlich auch bequem sein.“ Muireann hatte ihren zukünftigen Wegbegleiter schnell gefunden, einen typischen Mädchen-Ranzen mit viel Glitzer. Die Fünfjährige wird ab Sommer wie ihr Bruder Sean-Warwick in die Hagelkreuz-Schule in Xanten gehen: „Ich freue mich schon auf die Schule.“ Auch Mutter Corinna Terschlüsen war vom Gesundheitstag begeistert. „Man bekommt hier viele Informationen.“