Gertrud Sivalingam ist seit 25 Jahren Pastoralreferentin in Sonsbeck

Pastoralreferentin Gertrud Silvalingambei der Erstkommunionfeier
Pastoralreferentin Gertrud Silvalingambei der Erstkommunionfeier
Was wir bereits wissen
Fähigkeiten erkennen, fördern und zusammenführen: Das ist ihr Ziel.

Sonsbeck..  Jugendarbeit, die Vorbereitung auf die Erstkommunion und natürlich die „Klopfzeichen“ – Gottesdienste für Kinder und ihre Eltern – dafür steht Gertrud Sivalingam in Sonsbeck. Morgen feiert die Pastoralreferentin ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Eine Zeit, in der sich der Umgang der Menschen mit Glaube und Religion verändert habe, sagt die 53-Jährige, die Volkskirche zur Entscheidungskirche geworden sei. „Heute nehmen die Leute nicht mehr automatisch am Gemeindeleben teil, nur weil sie getauft sind. Sie entscheiden selbst, ob sie das möchten, immer wieder neu.“

Seit bald fünf Jahren ist Gertrud Sivalingam in der St.-Maria-Magdalena-Gemeinde in Sonsbeck tätig. Seitdem habe sie sich dafür engagiert, dass „der Glauben der Sonsbecker in Sonsbeck, der der Labbecker in Labbeck und der Glaube der Hamber in Hamb weitergegeben wird“, sagt Günter Hoebertz, seit einem halben Jahr Pfarrer der katholischen Gemeinde. In der Zusammenarbeit ergänze man sich: „Sie ist eine gute Partnerin im Dienst, wir können auf Augenhöhe miteinander diskutieren. Es harmoniert einfach.“

Deshalb seien sich Gertrud Sivalingam und er auch schnell einig gewesen, als es um eine Neustrukturierung der Aufgabengebiete in der Gemeindearbeit ging: „Weil ich der jüngste bin, kümmere ich mich jetzt verstärkt um die Jugendarbeit“, erklärt Hoebertz. Die gelernte Sozialpädagogin, die vor ihrer Arbeit in der Gemeinde Sonsbeck 13 Jahre Pastoralreferentin in St. Mariä Himmelfahrt in Wesel war, konzentriert sich dafür stärker auf die Arbeit als geistliche Begleiterin der Frauengemeinschaften. Eine reizvolle Aufgabe, findet Gertrud Sivalingam. „Es sind vor allem Frauen, die eine Gemeinde stark prägen. Ich behaupte, ohne sie wäre eine Gemeinde gar nicht überlebensfähig.“ Sie schätzt: Mindestens 80 Prozent der ehrenamtlichen Arbeit wird von Frauen gemacht. Zwischen 70 und 80 Katechetinnen hätte sie etwa bei der Erstkommunion begleitet – und drei Männer.

„Einer meiner zentralen Aufgaben ist es, Glauben und Religion spürbar und erlebbar zu machen, nicht abgehoben vom Alltag zu betrachten“, beschreibt Gertrud Sivalingam. Immer habe sie es auch als ihre Aufgabe verstanden, „Begabungen in Menschen zu wecken und ihnen zu ermöglichen, sie in der Kirche zu leben“, ist Pfarrer Hoebertz überzeugt. Ihr Ziel sei es, „Ideen, Weltanschauungen, Charismen und Fähigkeiten der Menschen zu entdecken, zu fördern und in der Gemeinde zusammenzuführen“, sagt Gertrud Sivalingam. Kein Wunder also, dass der Familiengottesdienst zum Thema „Charisma“, in dem die Pastoralreferentin ihr Silbernes Dienstjubiläum feiern will, auf Pfingstmontag fällt: „Pfingsten ist das Fest des heiligen Geistes, der für frischen Wind in der Kirche sorgt...“