Ganz viele Schafe für Bosnien

Kleinbauern in Motike mit Schafen.
Kleinbauern in Motike mit Schafen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Heribert Hölz war bereits zum 81. Mal auf dem Balkan und brachte Hilfe für Bedürftige. Beim Schafprojekt sammelt der 72-Jährige am Niederrhein das Geld, die Tiere werden dann vor Ort gekauft

Rheinberg..  In einem Alter, in dem andere schon lange ihren Ruhestand genießen, hat Heribert Hölz eine Menge zu tun. Der 72-Jährige organisiert seit 23 Jahren Hilfe für Bosnien, ein, wie er findet, vergessenes Land. „Wenn man über Unterstützung für Menschen in von Krieg betroffenen Ländern redet, fällt den meisten zum Beispiel Syrien ein. In Bosnien gibt es so viel Elend, Armut, Arbeitslosigkeit, dort herrschat eine Arbeitslosiogkeit von 44 Prozent – aber das Land steht eben nicht mehr im Blickpunkt!“

Zum bereits 81. Mal war Hölz vom 10. bis zum 17. März in Bosnien. Dabei stand sein Schafprojekt im Mittelpunkt. „Früher habe ich in Schulen und Kindergärten für Lebensmittel- und Sachspenden geworben. Aber ich kann diese Spenden nicht mehr dorthin bringen.“ Die Organisation, der Transport, die Kraft, die dafür vonnöten ist: Hölz kennt seine Grenzen.

Deswegen hat er seine Arbeit auch verändert. „Für Kinder ist das Spenden von Geld sehr abstrakt. Aber ich habe das trotzdem gemacht – und das wurde überraschend positiv aufgenommen“, freut sich Hölz. In vielen Schulen und Kindergärten des Niederrheins, aber auch in Rheinberg und dort insbesondere in Orsoy in der Schule am Nordwall und im St.-Nikolaus-Kindergarten konnte er sich über eine sehr große Beteiligung freuen.

Seine Frau Ursula hat den Kindern das Spinnen mit Schafwolle nahegebracht, es wurden „Schafe aus Kästen und Kisten gebastelt – das war sehr kreativ“, beschreibt Hölz die Resonanz. Die Krönung solcher Aktionen war die Namensgebung: „Wenn das Geld für ein Schaf zusammen war, habe ich gesagt, dass sie dem Tier auch einen Namen geben dürfen. Manchmal hat das Überlegen und Abstimmen dann eine Stunde gedauert!“

Hölz hat den Kindern versprochen, mit den angefertigten Namensschildern in Bosnien Fotos vom Tier und den Beschenkten zu machen. Und so reiste er gemeinsam mit seiner Frau sowie drei weiteren Helferinnen von der KFD in Kevelaer los – Pascha, Lucky, Anastasia, Ophelia, Archibald und viele andere kamen auf Pappschildern mit.

Beim Schafprojekt von Hölz wird das Geld hier eingesammelt, die Tiere werden aber vor Ort gekauft. „So ein Schaf kostet in Bosnien etwa 130 Euro.“ Sie dienen dazu, bestehende Herden zu vergrößern. Damit auch für Nachkommenschaft gesorgt ist, gehört neben fünf Schafen immer auch ein Bock zu den Tieren, die gespendet werden. Mit den Beschenkten wird ein Vertrag geschlossen, damit sie in das Projekt Aufnahme finden, so Hölz: „Die Tiere sollen natürlich nicht einfach geschlachtet und verzehrt werden!“, nennt er als Grund.

Vom finanziellen Aufwand her ist das Schafprojekt sein größtes. „2014 habe ich dafür 178 000 Euro an Spenden gesammelt. Das war schon außergewöhnlich“, so Hölz. „Im Schnitt gibt es sonst etwa 10 000 Euro pro Monat.“ Bei der vergangenen Fahrt hat er insgesamt 60 000 Euro ausgegeben, gut 6000 davon für 50 Schafe, den Rest für andere Projekte.

15 000 Euro gab es zum Beispiel für Alten- und Krankenhilfe in Kotor Vares und Bosanska Gradiska. Hölz: „Damit finanzieren wir zwei Krankenschwestern, Medikamente, Arztbesuche, Sachmittel. 10 000 Euro fehlen jetzt noch – aber die bekomme ich schon zusammen“, gibt er sich optimistisch. Eine Suppenküche in Zenica wurde mit 10 000 Euro bedacht. „Vor der Fahrt mache ich immer einen Finanzplan. Der letzte Posten heißt immer Sonstiges, weil ich nicht weiß, was alles noch kommt.“

Doch zurück zu den Tieren: „Ich habe jetzt von 50 Schafen eine Aufnahme gemacht. Jetzt muss ich die noch sortieren und zuordnen. Die Schulen und Kindergärten warten schon darauf“, erzählt Hölz. Nach den Osterferien will er mit dem Versand anfangen. Der Mann hat eben immer was zu tun – und dann will ja auch noch die 82. Reise nach Bosnien vorbereitet werden. Am 4. Juni geht es wieder los.

In einem Alter, in dem andere schon lange ihren Ruhestand genießen, hat Heribert Hölz eine Menge zu tun. Der 72-Jährige organisiert seit 23 Jahren Hilfe für Bosnien, ein, wie er findet, vergessenes Land. „Wenn man über Unterstützung für Menschen in von Krieg betroffenen Ländern redet, fällt den meisten zum Beispiel Syrien ein. In Bosnien gibt es so viel Elend, Armut, Arbeitslosigkeit, dort herrscht eine Arbeitslosigkeit von 44 Prozent – aber das Land steht eben nicht mehr im Blickpunkt!“

Zum bereits 81. Mal war Hölz vom 10. bis 17. März in Bosnien. Dabei stand sein Schafprojekt im Mittelpunkt. „Früher habe ich in Schulen und Kindergärten für Lebensmittel- und Sachspenden geworben. Aber ich kann diese Spenden nicht mehr dorthin bringen.“ Die Organisation, der Transport, die Kraft, die dafür vonnöten ist: Hölz kennt seine Grenzen.

Große Beteiligung

Deswegen hat er seine Arbeit auch verändert. „Für Kinder ist das Spenden von Geld sehr abstrakt. Aber ich habe das trotzdem gemacht – und das wurde überraschend positiv aufgenommen“, freut sich Hölz. In vielen Schulen und Kindergärten des Niederrheins, aber auch in Rheinberg und dort insbesondere in Orsoy in der Schule am Nordwall und im St.-Nikolaus-Kindergarten konnte er sich über eine sehr große Beteiligung freuen.

Seine Frau Ursula hat den Kindern das Spinnen mit Schafwolle nahegebracht, es wurden „Schafe aus Kästen und Kisten gebastelt – das war sehr kreativ“, beschreibt Hölz die Resonanz. Die Krönung solcher Aktionen war die Namensgebung: „Wenn das Geld für ein Schaf zusammen war, habe ich gesagt, dass sie dem Tier auch einen Namen geben dürfen. Manchmal hat das Überlegen und Abstimmen dann eine Stunde gedauert!“

Hölz hat den Kindern versprochen, mit den angefertigten Namensschildern in Bosnien Fotos vom Tier und den Beschenkten zu machen. Und so reiste er mit seiner Frau sowie drei weiteren Helferinnen von der KFD in Kevelaer los – Pascha, Lucky, Anastasia, Ophelia, Archibald und viele andere kamen auf Pappschildern mit.

Beim Schafprojekt von Hölz wird das Geld hier eingesammelt, die Tiere werden aber vor Ort gekauft. „So ein Schaf kostet in Bosnien etwa 130 Euro.“ Sie dienen dazu, bestehende Herden zu vergrößern. Damit auch für Nachkommenschaft gesorgt ist, gehört neben fünf Schafen immer auch ein Bock zu den Tieren, die gespendet werden. Mit den Beschenkten wird ein Vertrag geschlossen, damit sie in das Projekt Aufnahme finden, so Hölz: „Die Tiere sollen natürlich nicht einfach geschlachtet und verzehrt werden!“, nennt er als Grund.

Vom finanziellen Aufwand her ist das Schafprojekt sein größtes. „2014 habe ich dafür 178 000 Euro an Spenden gesammelt. Das war schon außergewöhnlich“, so Hölz. „Im Schnitt gibt es sonst etwa 10 000 Euro pro Monat.“ Bei der vergangenen Fahrt hat er insgesamt 60 000 Euro ausgegeben, gut 6000 davon für 50 Schafe, den Rest für andere Projekte.

Am 4. Juni geht es wieder los

15 000 Euro gab es zum Beispiel für Alten- und Krankenhilfe in Kotor Vares und Bosanska Gradiska. Hölz: „Damit finanzieren wir zwei Krankenschwestern, Medikamente, Arztbesuche, Sachmittel. 10 000 Euro fehlen jetzt noch – aber die bekomme ich schon zusammen“, gibt er sich optimistisch. Eine Suppenküche in Zenica wurde mit 10 000 Euro bedacht. „Vor der Fahrt mache ich immer einen Finanzplan. Der letzte Posten heißt immer Sonstiges, weil ich nicht weiß, was alles noch kommt.“

Doch zurück zu den Tieren: „Ich habe jetzt von 50 Schafen eine Aufnahme gemacht. Jetzt muss ich die noch sortieren und zuordnen. Die Schulen und Kindergärten warten schon darauf“, erzählt Hölz. Nach den Osterferien will er mit dem Versand anfangen.

Der Mann hat eben immer was zu tun – und dann will ja auch noch die 82. Reise nach Bosnien vorbereitet werden. Am 4. Juni geht es wieder los.

In einem Alter, in dem andere schon lange ihren Ruhestand genießen, hat Heribert Hölz eine Menge zu tun. Der 72-Jährige organisiert seit 23 Jahren Hilfe für Bosnien, ein, wie er findet, vergessenes Land. „Wenn man über Unterstützung für Menschen in von Krieg betroffenen Ländern redet, fällt den meisten zum Beispiel Syrien ein. In Bosnien gibt es so viel Elend, Armut, Arbeitslosigkeit, dort herrschat eine Arbeitslosiogkeit von 44 Prozent – aber das Land steht eben nicht mehr im Blickpunkt!“

Zum bereits 81. Mal war Hölz vom 10. bis zum 17. März in Bosnien. Dabei stand sein Schafprojekt im Mittelpunkt. „Früher habe ich in Schulen und Kindergärten für Lebensmittel- und Sachspenden geworben. Aber ich kann diese Spenden nicht mehr dorthin bringen.“ Die Organisation, der Transport, die Kraft, die dafür vonnöten ist: Hölz kennt seine Grenzen.

Deswegen hat er seine Arbeit auch verändert. „Für Kinder ist das Spenden von Geld sehr abstrakt. Aber ich habe das trotzdem gemacht – und das wurde überraschend positiv aufgenommen“, freut sich Hölz. In vielen Schulen und Kindergärten des Niederrheins, aber auch in Rheinberg und dort insbesondere in Orsoy in der Schule am Nordwall und im St.-Nikolaus-Kindergarten konnte er sich über eine sehr große Beteiligung freuen.

Seine Frau Ursula hat den Kindern das Spinnen mit Schafwolle nahegebracht, es wurden „Schafe aus Kästen und Kisten gebastelt – das war sehr kreativ“, beschreibt Hölz die Resonanz. Die Krönung solcher Aktionen war die Namensgebung: „Wenn das Geld für ein Schaf zusammen war, habe ich gesagt, dass sie dem Tier auch einen Namen geben dürfen. Manchmal hat das Überlegen und Abstimmen dann eine Stunde gedauert!“

Hölz hat den Kindern versprochen, mit den angefertigten Namensschildern in Bosnien Fotos vom Tier und den Beschenkten zu machen. Und so reiste er gemeinsam mit seiner Frau sowie drei weiteren Helferinnen von der KFD in Kevelaer los – Pascha, Lucky, Anastasia, Ophelia, Archibald und viele andere kamen auf Pappschildern mit.

Beim Schafprojekt von Hölz wird das Geld hier eingesammelt, die Tiere werden aber vor Ort gekauft. „So ein Schaf kostet in Bosnien etwa 130 Euro.“ Sie dienen dazu, bestehende Herden zu vergrößern. Damit auch für Nachkommenschaft gesorgt ist, gehört neben fünf Schafen immer auch ein Bock zu den Tieren, die gespendet werden. Mit den Beschenkten wird ein Vertrag geschlossen, damit sie in das Projekt Aufnahme finden, so Hölz: „Die Tiere sollen natürlich nicht einfach geschlachtet und verzehrt werden!“, nennt er als Grund.

Vom finanziellen Aufwand her ist das Schafprojekt sein größtes. „2014 habe ich dafür 178 000 Euro an Spenden gesammelt. Das war schon außergewöhnlich“, so Hölz. „Im Schnitt gibt es sonst etwa 10 000 Euro pro Monat.“ Bei der vergangenen Fahrt hat er insgesamt 60 000 Euro ausgegeben, gut 6000 davon für 50 Schafe, den Rest für andere Projekte.

15 000 Euro gab es zum Beispiel für Alten- und Krankenhilfe in Kotor Vares und Bosanska Gradiska. Hölz: „Damit finanzieren wir zwei Krankenschwestern, Medikamente, Arztbesuche, Sachmittel. 10 000 Euro fehlen jetzt noch – aber die bekomme ich schon zusammen“, gibt er sich optimistisch. Eine Suppenküche in Zenica wurde mit 10 000 Euro bedacht. „Vor der Fahrt mache ich immer einen Finanzplan. Der letzte Posten heißt immer Sonstiges, weil ich nicht weiß, was alles noch kommt.“

Doch zurück zu den Tieren: „Ich habe jetzt von 50 Schafen eine Aufnahme gemacht. Jetzt muss ich die noch sortieren und zuordnen. Die Schulen und Kindergärten warten schon darauf“, erzählt Hölz. Nach den Osterferien will er mit dem Versand anfangen. Der Mann hat eben immer was zu tun – und dann will ja auch noch die 82. Reise nach Bosnien vorbereitet werden. Am 4. Juni geht es wieder los.