Fußgängerüberweg am Alpener Rathaus

Vor dem Rathaus soll ein Fußgängerüberweg entstehen.
Vor dem Rathaus soll ein Fußgängerüberweg entstehen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Er soll nicht nur der Sicherheit der Mitarbeiter beim Brötchenholen in der Mittagspause dienen

Alpen..  Manchmal passiert das Lustigste erst ganz zum Schluss. Das gilt teilweise auch für Ratssitzungen. In Alpen war das jetzt wieder der Fall.

Da begehrte Thomas Hommen (FDP) zu wissen, wo der geplante Fußgängerüberweg hin soll, der das Überqueren der Rathausstraße insbesondere für Schulkinder sicherer machen soll – und falls er denn direkt am Rathaus errichtet werde, ob er dann vielleicht hauptsächlich der Sicherheit der Rathausmitarbeiter beim Brötchenholen in der Mittagspause dienen solle. Bürgermeister Thomas Ahls ließ sich auf diese Spitze gar nicht erst ein, argumentierte ganz sachlich, dass der Übergang im Prinzip nur an zwei Stellen errichtet werden könne, weil das nur an geraden Strecken gehe. Und da kämen eben nur die Stelle gegenüber dem Schuhgeschäft, wo sich derzeit Poller befinden, und am Rathaus in Frage. Falls dadurch die Sicherheit der Mitarbeiter erhöht werde, sei ihm das auch Recht.

Deutlich substanzieller wurde es beim Thema Umorganisation der Verwaltung. In Zukunft sollen die Fachbereiche 3 und 4 zusammengelegt werden (die NRZ berichtete). Zum einen weisen die Fachbereiche bei zahlreichen Aufgaben Schnittstellen auf, an denen nach der Zusammenlegung noch effizienter gearbeitet werden könne, zum anderen solle die Aufgabe des Grundstücksmanagements der Kämmerei zugeschlagen und dadurch die Kommunikation zwischen Grundstücksverkäufen und Finanzmanagement verbessert werden. Da Walter Adams, der Leiter des Fachbereichs 4, auch den Fachbereich 3 übernehme, könnte eine Leitungsstelle und so 20 000 Euro eingespart werden.

Alle Redner wiesen darauf hin, dass die Umorganisation der Verwaltung Sache des Bürgermeisters sei. Aber Kritik am Vorhaben gab es dennoch. Peter Nienhaus (Grüne): „Der Bereich Planen und Bauen spielt eine übergeordnete Rolle.“ Deswegen sollte er eigenständig bleiben. Warum es eine Zusammenlegung geben solle, könne er nicht erkennen – außer der Einsparung. Planen und Bauen gingen im neuen Fachbereich unter. Hommen freute sich zwar über die Einsparung, kritisierte aber, dass sie durch ein höheres Gehalt des Doppelfachbereichsleiters geschmälert werde. Und die Zusammenlegung sei eine Ad-hoc-Entscheidung, die ohne das Ausscheiden des bisherigen Fachbereichsleiters nicht passiert wäre.

Ahls verteidigte seine Umorganisation. Der bisherige Fachbereich sei stark geschrumpft, eine Vertretung kaum noch möglich. Er glaube, dass die neue Organisation unter der Leitung von Adams sehr gut funktionieren werde. Und die Einsparung sei nur ein Aspekt gewesen.