Frühe Hilfe für junge Rheinberger

Natalie Otte ist für die sogenannte Frühe Hilfe zuständig
Natalie Otte ist für die sogenannte Frühe Hilfe zuständig
Foto: Waz FotoPool
Was wir bereits wissen
Bereits seit 2008 gibt es dieses Angebot, das Familien mit Neugeborenen unterstützt. Mit ihren Willkommensbesuchen kümmert sich Natalie Otte seit 2013 um frischgebackene Eltern

Rheinberg..  Schon seit 2008 gibt es die sogenannte Frühe Hilfe in Rheinberg. Mit Willkommensbesuchen kümmert sich Natalie Otte seit 2013 um Rheinberger Familien mit Neugeborenen oder Familien mit kleinen Kindern, die nach Rheinberg ziehen. Im Jugendhilfeausschuss stellte sie jetzt eine Erhebung darüber vor, wie gut dieses Angebot ankommt.

Grundsätzlich gibt es nur Hausbesuche. Otte bekommt die nötigen Daten von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und vereinbart dann Termine, zu denen sie auch in aller Regel jemanden zu Hause antrifft. Selbst die Familien, die sich vor den Besuchen skeptisch gezeigt hatten, waren hinterher sehr zufrieden. „Der Zugang zu den Familien ist da“, freute sich Otte.

Eines ihrer Ziele für die Zukunft ist es, auch Familien ein zweites Mal oder öfter zu besuchen. „Das ist etwas, was ich mir für die nächste Zeit vornehme.“

Auch nach den Kosten wurde gefragt. Im Rathaus gibt es dafür eine halbe Stelle. Zusätzlich wird Geld ausgegeben für die „FIBL“, einen Ordner mit den Familieninformationsblättern.

Markus Geßmann (CDU) wollte wissen, wie hoch die Quote der Besuchten sei. Otte: „Alle werden angeschrieben, die meisten davon auch besucht.“

Dem Ausbau der Kindertagesstätte St. Anna für die U3-Betreuung und dem Neubau wurde zugestimmt, allerdings enthielten sich die Grünen der Stimme. Svenja Reinert formulierte die Kritik, weswegen die Grünen ursprünglich gegen den Beschluss stimmen wollten. Die Kosten seien zu hoch und müssten reduziert werden. Auch bei den Energiekosten, die in der Zukunft belasteten, müsste gespart werden. Insbesondere nach dem Besuch des Kindergartens in Bielefeld hätte man eine Überarbeitung der Pläne erwartet.

Keine Energieverschwendung

Das mochten die anderen Ausschussmitglieder so nicht stehen lassen. „Das Konzept verschwendet keine Energie“, konterte SPD-Ausschussmitglied Klaus-Jürgen Lang. Und auch Werner Koschinski verwies darauf: „Uns als Träger liegt die Ökologie sehr am Herzen – auch die Betriebskosten.“