Friedhof Budberg – plötzlich lag eine Birke flach

Diese Birke ist vermutlich vergangenen Samstag infolge des Sturms umgestürzt und auf die Wiesenfläche des Budberger Friedhofes gefallen. NRZ-Leser Horst Wuttke war mit seiner Kamera an Ort und Stelle.
Diese Birke ist vermutlich vergangenen Samstag infolge des Sturms umgestürzt und auf die Wiesenfläche des Budberger Friedhofes gefallen. NRZ-Leser Horst Wuttke war mit seiner Kamera an Ort und Stelle.
Auf dem Friedhof Budberg stürzte eine Birke um. NRZ-Leser Horst Wuttke macht sich Sorgen, der DLB überprüft die Bäume.

Rheinberg-Budberg..  Als Horst Wuttke am vergangenen Wochenende am Grab eines verstorbenen Freundes auf dem Budberger Friedhof steht, hört er plötzlich einen lauten Knall. Etwa zehn Meter weiter, schätzt der 62-Jährige, sei eine große Birke umgekippt und in die Grünanlage gefallen. „Wahrscheinlich ist das just in diesem Moment passiert, es war ja auch ziemlich windig...“

Jetzt fürchtet Wuttke auch bei den verbliebenen drei Birken auf dem Budberger Friedhof Umsturzgefahr. „Was, wenn es wieder mal stürmisch ist und dann eine Beerdigung stattfindet? Das wäre ja lebensgefährlich“, sorgt sich der Rheinberger und betont: „Wenn ein Baum alt und kaputt ist, sollte man nicht darauf warten, dass er umkippt, sondern lieber neue Bäume pflanzen.“

Kontrollen sollen Risiko minimieren

Rosemarie Kaltenbach, Leiterin des zuständigen Dienstleistungs­betriebs (DLB) der Stadt Rheinberg, warnt dagegen vor Dram­a­tisierungen: „Grundsätzlich werden alle Bäume im Rahmen der Verkehrs­sicherheitspflicht von uns überprüft.“ Sie verweist dabei aber auch darauf, dass der DLB trotz Kontrollen nicht verhindern können, dass bei einem Sturm wie am vergangenen Wochenende Äste­ ­abbrechen und vereinzelt auch Bäume umkippen. „Im Rahmen unserer Ortsbegehungen ver­suchen wir dieses Risiko allerdings zu minimieren“, betont Rosemarie Kaltenbach.

Andreas Jöhren, Gärtnermeister beim Dienstleistungsbetrieb, war Montag in Budberg an Ort und Stelle, um die infolge des Sturms, so vermutet er, umgestürzte Birke von der Grünfläche des Friedhofes zu räumen. Auch er warnt vor Panikmache. „Wir sind immer alarmiert, was die Bäume angeht. Sobald wir Auffälligkeiten feststellen, gehen wir der Sache nach“, verspricht Jöhren.

So habe sich ein Baumkontrolleur des DLB auch das nähere Umfeld des auf dem Budberger Friedhof umgekippten Baumes angesehen – mit folgendem Ergebnis: „Bei zwei der drei verbliebenen Birken hat er keine Auffälligkeiten feststellen können“, berichtet Gärtnermeister Jöhren, allerdings: „Eine Birke, die besonders nah an einem Gebäude steht, soll demnächst entfernt werden.“ Denn durch den umgestürzten Baum stehe die betroffene Birke nun frei, dadurch sei sie gefährdeter als andere. „Der Wind kann den Baum so leichter packen und umreißen“, erklärt Andreas Jöhren.

Doch dafür garantieren, dass ein Baum nicht umstürzt, will auch der Gärtnermeister nicht. So habe auch die am vergangenen Wochenende entwurzelte Birke bei der letzten Kontrolle keine Auffälligkeiten gezeigt. „Wenn eine lokale Windböe einen Baum ungünstig packt, kann es immer passieren, dass das Wurzelwerk ihn nicht halten kann.“ Andreas Jöhren nennt das dann einen Unfall. Oder eben einfach Pech...

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