Fischmarkt in Xanten-Vynen lockte mit einem riesigen Angebot

Juliane Becker von der „Niederrheinischen Forellenzucht“ war eine der Verkäuferinnen beim Fischmarkt in Vynen.
Juliane Becker von der „Niederrheinischen Forellenzucht“ war eine der Verkäuferinnen beim Fischmarkt in Vynen.
Foto: Lukas Hübinger
Was wir bereits wissen
Es war um Längen besser als das eines gewöhnlichen Fischmarkts. Wer sich aufs Bummeln eingelassen hatte, kam auf seine Kosten.

Xanten-Vynen..  Auf den ersten Blick, war von Fisch nichts zu sehen. Auf den Zweiten auch nicht. Stattdessen offenbarte sich ein klassischer Kunsthandwerkermarkt. Hatte das Freizeitzentrum Xanten nicht mit frischen Fischspezialitäten geworben? Nun ja, sie warben auch mit einer 330 Meter langen Schlendermeile, also sollten zu Beginn noch keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Vielleicht verstecken sich die Fischstände ja am hinteren Ende des Marktes.

Vorbei ging es an schicken Tüchern und Schals, Schmuckständen mit Ketten, aus den verschiedensten Materialien. Stofftiere auf der rechten Seite, Dekorationen aus Glas, Holz und Metall, auf der anderen Seite. Wirklich schöne Dinge dabei, kein Wunder also, dass es so gut besucht war. Nur von Fisch war weiterhin weit und breit nichts zu sehen. Doch dann schwebte ein sanfter Geruch von Meer und Salz über die Köpfe der Besucher hinweg. Hatte das Paar da drüber nicht gerade ein Backfischbrötchen in der Hand? Und der Herr da vorne isst doch Kibbeling. Hier gibt es also doch Fisch.

Ein paar Meter weiter war die Sache dann klar: Der Kunsthandwerker- wandelte sich in einen Fisch-markt. Plötzlich wurden die Spezialitäten von allen Seiten angeboten. Der Magen begann zu knurren. Zwischen den Fischgeruch drängten sich weitere Aromen: Antipasti, Knoblauch, Rauch, Speck, Kartoffelchips, Flammkuchen. Auch in diesem Teil des Marktes nahm man es also mit dem „Fischmarkt“ nicht ganz so wörtlich. Doch die abwechslungsreichen Köstlichkeiten waren durchaus willkommen. Auch die Familie Leenders war im ersten Moment verwundert. „Ich hätte gedacht, hier wären mehr Fischstände“, stellte Pia Leenders fest. Zusammen mit ihren Eltern und Meret Tschauder war sie aus Budberg mit dem Fahrrad und dem Zug, angereist. Von der Atmosphäre waren alle trotzdem angetan. „Es ist ja auch sehr schönes Wetter“, sagte Pia Leenders.

Die Stände schienen recht zufällig platziert worden zu sein, was einen gewissen Charme hatte. Neben Kosmetika wurden Honig-Senf-Soßen angeboten und gegenüber brutzelte ein Flammlachs am offenen Feuer. Klassisch dagegen der Stand der „Niederrheinischen Forellenzucht“. Dort reichte Juliane Becker Fischbrötchen.

Wenn man sich einen Überblick über den Fischmarkt verschafft hatte, dann kam man zwangsläufig zu folgender Feststellung: Das Angebot war gigantisch und überstieg das eines gewöhnlichen Fischmarktes um Längen. Für Fans der „Bummelei“war es der ideale Markt, für andere vielleicht etwas zu überlaufen.