Fest in Narrenhand

Foto: Fischer, Armin (arfi)

Alpen..  Wünsche gehen in Erfüllung – das weiß das Kinderprinzenpaar Linn-Marie Völker (7) und Tom Fleuren (10) vom Alpener-Karnevals-Komitee (AKK). Für ihr Narrenvolk hatten sie das passende Wetter bestellt. Zum Motto „Alpen-Land in Narrenhand“ gab es blauen Himmel und Plusgrade. Entsprechend ausgelassen schunkelten die Jecken an den Straßen, tanzten zu fetziger Musik und sorgten für ein Hoch auf dem Stimmungsbarometer.

Zum 36. Mal schlängelte sich die närrische Wagen- und Fußgruppengesellschaft durch den Ort. Da im Dorf kräftig gebaut wird, fiel der Startschuss diesmal am Sammelpunkt von-Dornick-Straße – pünktlich um 14.11 Uhr. Im Mittelpunkt stand das Kinderprinzenpaar Tom und Linn-Marie. „Ich bin aufgeregt“, verriet Tom, war aber optimistisch: „Der Zug wird richtig gut.“ Rund um den Prinzenwagen herrschte bei Bären und Piraten tolle Stimmung.

Überaus bunt und mit tollen Karnevalsideen rollte der Zug der guten Laune, bei dem es zuweilen tierisch zuging. Das Möhnenkomitee hatte sich dem Motto „Bei uns ist tierisch was los“ verschrieben. Unterstützung gab es von der Fußgruppe der Froschkönige. Eine Menzelner Gruppe hatte sich als Zebras verkleidet. Der Freundeskreis Am Kulzenhof fuhr samt Giraffe beim Zug mit. Der Elferrat und die Garden aus Bönninghardt hoben die Beatles auf ihr Schild. Eine Nebelmaschine sorgte für Aufsehen. Perfekt inszeniert tauchte ab und an hoch auf dem Menzelener Wagen Prinz Ulf I. mit Gefolge auf. Mancher brauchte eine Sonnenbrille. Die Junggesellenschützen gaben sich ganz im Westernstil. Auf seinem rollenden Saloon hatte die Jugend auf den Bürgermeister ein Kopfgeld ausgesetzt.

Die Aktiven im Zug versorgten die Jecken am Straßenrand mit Kamelle. Nicht nur die KAB pflückte von ihrer Wiese Blumen. Es gab auch „e paar Blömcher“ im Topf. Entlang der Straßen feierten viele bunt verkleidete Jecken. Das erste Mal dabei: Isabelle Klabunde (5) kam als Prinzessin. Sie war stolz auf ihre Ausbeute: „Das reicht für eine Woche.“ Mutter Sandra lobte den Umzug, „weil die Kinder so viel Platz haben.“ Genau im Visier hatten Holger und Werner Kuhnen sowie AKK-Vorsitzender Sven Thiesies das bunte Trieben von der Zugspitze aus. „Wir haben mehr Sicherheitskräfte vor Ort“, sagten sie. Getrübt wurde das fröhliche Treiben am Aldi-Parkplatz, wo Jugendliche früh zu feiern begonnen hatten und arger Alkoholgenuss unliebsame Folgen hatte.