Expedition ins Paradies

Die NRZ-Leser freuten sich über die Führung in der Gärtnerei den Drijver.
Die NRZ-Leser freuten sich über die Führung in der Gärtnerei den Drijver.
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
NRZ-Leser erhielten in der Gärtnerei den Drijver Einblick in die Welt der Sommerpflanzen

Rheinberg..  6000 Blumen-Ampeln leuchten in den buntesten Farben, Geranien recken ihre Köpfe gen Himmel – auf einem abwechslungsreichen Ausflug durch die 16 000 Quadratmeter großen Gewächshäuser der Gärtnerei den Drijver erhielten 40 NRZ-Leser einen detaillierten Einblick in die Welt der Sommerblumen.

Die startete in einem alten niederländischen Tomatengewächshaus. Viel niedriger waren die Dächer hier früher, viel stickiger die Luft in den Gewächshäusern, erklärte Adriane den Drijver-Wenning gleich zu Beginn. Damals, als ihr Vater mit der Gärtnerei anfing, war der Beruf äußerst unkomfortabel. „Heute müssen wir gar nicht mehr gießen“, sagt die Fachfrau für Blumen. Alles sei mit Ebbe- sowie Flut-Systemen und Beregnungsanlagen ausgestattet. „Die Töpfe stehen in Beeten und die werden geflutet“, erklärt sie den Vorgang. Nach einer paar Minuten ziehen die Mitarbeiter den Stöpsel der „Badewanne“ und schon hätten die Pflänzchen genug Wasser, um sich prächtig zu entwickeln. „Manche Pflanzen werden auch gar nicht gerne von oben gegossen“, erklärt sie beim Rundgang.

Die 37-Jährige, die früher im Marketing arbeitete, ist inzwischen mit Leib und Seele in das Familienunternehmen eingestiegen, genau wie ihre Brüder. Das musste auch sein, schließlich hat sich die Betriebsfläche der Gärtnerei den Drijver in den vergangenen Jahren verdoppelt. Den NRZ-Lesern erklärt sie, dass es Gärtnereien heute nicht leicht haben. Denn schließlich gebe es günstige Tulpen- und Rosensträucher nebenan in jedem Discounter. Dabei mache es viel Arbeit, einen Steckling bis zur ausgewachsenen Pflanze selbst groß zu ziehen.

Nach der Führung durften die Leser ihre Ärmel hochkrempeln und selbst in ihre Blumenkübel pflanzen, was sie sich vorher in den riesigen Gewächshäusern ausgesucht hatten. Und natürlich Fragen stellen. „Wir sind Gewinner, wir haben immer Glück“, freut sich Johannes Vester über die Teilnahme an der Veranstaltung. Jetzt, wo sein Garten endlich seit zwei Jahren maulwurffrei sei, wirkten auch die neuen Blumenideen, die er jetzt bekommen habe, viel besser...