Es gibt immer wieder etwas zu entdecken im Xantener Dom

Xantener Dom von innen.
Xantener Dom von innen.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Wissenschaftlicher Aufsatzband erzählt die Geschichte des Xantener Doms weiter. Theologen, Kunsthistoriker und Archäologen kommen zu Wort.

Xanten..  Es gibt ja schon so viele Bücher über Xanten und über den Dom und die Kanoniker – und doch: das gerade jetzt erschienene Werk lässt wieder Neues entdecken, gibt Verblüffendes preis und regt auch dazu an, das ein oder andere sichergeglaubte Wissen vielleicht doch noch einmal zu überdenken und moderner Forschung anzupassen. Gestern haben u.a. Propst Klaus Wittke, Elisabeth Maas (Stiftsmuseum) und Herausgeber Dr. Jens Lieven einen druckfrischen prallen Aufsatzband vorgestellt. „Die Stiftskirche des Heiligen Viktor in Xanten. Geschichte-Architektur-Ausstattung.“ Erkundet wurde die Stiftskirche wissenschaftlich übergreifend. Theologen waren am Werk, Archäologen, Historiker und Kunsthistoriker, auch Johannes Schubert (Dombauhütte) hat seine praktischen Erfahrungen eingearbeitet.

13 Beiträge spannen einen zeitlichen Bogen von der Spätantike über das Mittelalter bis hin zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Beiträge fußen auf den Vorträgen, die 2013 im Dom-Jubiläumsjahr bereits auf reges Interesse stießen.

Die Autoren konnten aus dem beachtlichen Fundus an Quellen, Urkunden und Regesten schöpfen. Entdeckt haben sie u.a., dass es eine bildhauerische Verwandtschaft zwischen Xanten und Köln geben könnte. So ähneln sich der heilige Viktor im Chor des Xantener Doms und die Skulptur des Gottfried von Boullion im Kölner Rathaus doch auffallend.