Erfrischung gefällig? Rheinberger geben Tipps zur Abkühlung

Anja und Robin Elze wappneten sich im Supermarkt mit kaltem Orangensaft gegen die Hitze.
Anja und Robin Elze wappneten sich im Supermarkt mit kaltem Orangensaft gegen die Hitze.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Rheinberger wappnen sich mit Getränken und Lebensmitteln für das bevorstehende Hitze-Wochenende. Wassermelone ist der Abkühlungs-Hit, zum Grillen ist es vielen zu heiß.

Rheinberg..  Wassermelonen in jedem zweiten Korb: Im Edeka-Markt Kusenberg ist das saftige Obst der Absatzschlager.

„Wassermelone ist besser als Eis“, findet Eva Seidl. Am liebsten genießt die Rheinbergerin die rote Frucht frisch aus dem Kühlschrank. Auch sonst beschränkt sie sich bei den Temperaturen auf leichte Kost: „Es ist zu heiß zum Grillen“, findet die 58-Jährige. Salate gibt es daher jeden Tag. Besonders gerne mag sie ihren Spaghetti-Salat: „Schafskäse, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Spaghetti, Öl, Sojasauce, Salz und Pfeffer“ – zählt sie die Zutaten auf. Den Großteil der heißen Tage wird sie in ihrem Garten im Schatten verbringen.

„Möglichst wenig bewegen, im Garten liegen und nichts tun“, so stellt sich auch Christian, der mit seinem Kollegen Thomas Schleip auf Montage ist, das kommende Wochenende vor.

Kajak-Ausflug geplant

Dieser wiederum hat stattdessen einen Kajak-Ausflug auf dem Alme-Fluss in seiner Heimat in Büren bei Paderborn geplant. „Wahrscheinlich werde ich auch mal reinfallen, aber das wünscht man ich ja bei so einem Wetter“, sagt er und lacht. In seiner Mittagspause hat er sich mit seinen Kollegen im Supermarkt erstmal mit Erfrischungen eingedeckt und sich dann zum Ausruhen in den Schatten auf die Café-Stühle davor gesetzt.

„Ich trinke Eistee, hauptsächlich Eistee“, sagt er, zeigt auf seine prall gefüllte Einkaufstüte und genießt die laue Sommerluft im Schatten bei einer Zigarette, während andere Kunden hastig aus oder in den Laden eilen, um den Sonnenstrahlen zu entkommen.

Viele haben Getränke in der Hand, eine Frau tritt aus der Türe und setzt durstig die eben gekaufte Apfelschorle an ihren Mund: „Durchhalten ist mein Motto“, sagt sie lachend. Ihre Rezeptempfehlung fürs Wochenende: Nicht kochen, sondern auf Kartoffelsalat und Frikos zurückgreifen, um schweißtreibende Arbeit zu vermeiden.

Thomas Schleip freut sich schon auf seinen Eistee, den trinkt er am liebsten ganz kalt und ohne Kohlensäure. Abends gönnt er sich gerne schon mal ein Gläschen Whiskey: „Bei diesem Wetter mit einem Eiswürfel“.

Zu heiß zum Grillen

Buttermilch, Salat, Apfelsaft zum Zubereiten von Schorlen, viel Joghurt und leichte Kost finden sich im Einkaufswagen von Josef Filtmann aus Duisburg-Baerl. „Und jeden Tag lese ich eine NRZ, um mich frisch zu halten“, sagt der 60-Jährige, dem trotz der Hitze auch nach dem Einkaufen noch zum Scherzen zumute ist. Ihm und seiner Frau ist es in diesen Tagen zu heiß zum Grillen. Sie halten sich zwar größtenteils im Garten auf, gehen aber lieber in den Pool, als in der Sonne Würstchen zu brutzeln. Auch Edeltraud Feltes weicht lieber auf leichte Kost aus. Mit Fisch und Milchspeiseeis wird sie ihre Vorräte für das Wochenende auffüllen. „Und nicht viel unternehmen“, sagt die 85-jährige Rheinbergerin.

Tatjana Krieger lässt sich durch die Hitze nicht vom Grillen abhalten. Neben 27 Litern stillem Wasser, verpackt in 18 Flaschen, die sie schwungvoll aus dem Supermarkt schiebt, hat die 22-jährige Rheinbergerin ihren Einkaufswagen mit Schaschlik und Würstchen beladen. Die nächsten Tage will sie in ihrem Garten grillen. Ihr Lieblingsgetränk bei der Hitze: eindeutig stilles Quellwasser.