Enni freut sich auf Rheinberg

Rheinberg..  Der Wettbewerb um die Konzession für das Gasnetz in Rheinberg ist entschieden: Der Rat hat in der Sitzung am Dienstag beschlossen, dass die Stadtverwaltung mit der Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) für die kommenden 20 Jahre einen Vertrag für die Rechte zum Betrieb des städtischen Erdgasnetzes abschließen soll. In einem aufwändigen Bewerbungsverfahren konnte sich das in Moers beheimatete Unternehmen gegen den bisherigen Konzessionär Gelsenwasser Energienetze durchsetzen. Der hatte das dortige Erdgasnetz mehrere Jahrzehnte betrieben.

Die von Bürgermeister Hans-Theo Mennicken per Fax übersandte Nachricht löste bei Enni große Freude aus. „Unser Angebot und unser Zukunftskonzept haben die Stadt und seine Ratsmitglieder überzeugt“, betonte Geschäftsführer Stefan Krämer. „Unser gesamtes Team freut sich auf Rheinberg und die kommenden Jahre, in denen wir das Gasnetz für die Bürger nachhaltig und zukunftsfähig aufstellen wollen.“

Für Enni ist der Zuschlag auch ein Erfolg in ihrer Wachstumsstrategie, mit der das Unternehmen vor allem den nördlichen Niederrhein für sich gewinnen will. Deswegen hatte sich Enni intensiv um das Gasnetz in Rheinberg bemüht und sich auch mit einem externen Berater auf das Bewerbungsverfahren vorbereitet. Heraus kam laut Stefan Krämer ein attraktives Angebot, mit dem das Unternehmen die meisten Bewertungspunkte aller Bewerber auf sich vereinen konnte. „Das Ergebnis spricht für unser Angebot und die tolle Teamleistung mit der wir das Ziel seit zwei Jahren verfolgen.“

Mit der Ratsentscheidung ist aber erst der erste Meilenstein erreicht. Ab wann das Gasnetz tatsächlich auf Enni übergeht, ist weiter noch offen. „Es liegt am Ausschreibungsverfahren, dass wir erst jetzt konkret den Kaufpreis verhandeln können. Wir hoffen, dass wir uns mit Gelsenwasser schnell auf die Übernahme des rund 120 Kilometer langen Rohrnetzes einigen können.“ Erst wenn das geschehen ist, kann Enni das jetzt Angebot auch umsetzen und die Bürger mit Gas versorgen. So soll es in Rheinberg auch eine Enni-Servicestelle geben. „In einem Kundenzentrum wollen wir den Bürgern dann direkt vor Ort Fragen beantworten.“