Elegant, leicht und intelligent
14.09.2009 | 08:00 Uhr 2009-09-14T08:00:00+0200Der Niederrheinische Hundesportverein Menzelen bot am Wochenende eine Prüfung der besonderen Art an.
Alpen-Menzelen. Eine etwas andere Hundeprüfung gab's beim Niederrheinischen Hundesportverein (HSV) am Hochfeldweg in Alpen-Menzelen. Anders als in vielen anderen Vereinen bestanden die Vierbeiner völlig abweichende Prüfungsteile. Nicht immer nach sturem Muster, nicht aggressiv mit Figuranten, in den sich der Hund beim Schutzdienst festbeißt. Eleganter, leichter, aber auch intelligenter mutete an, was dort von Hund und Führerin abgeprüft wurde.
Es waren wirklich fast nur weibliche Führer, die sich auf den Parcours wagten. Lediglich zwei Männer fanden sich auf den 24 Starterplätzen. Auch das scheint das Besondere des Menzelener HSV zu sein. Unter den 50 Mitgliedern und den Gästen finden sich insgesamt viele junge Frauen. Ob die etwas andere Prüfungsordnung dafür verantwortlich ist?
Verein besteht
seit zwölf Jahren
Andreas Altmann, Vorsitzender des zwölf Jahre alten Vereins, sieht ihn für alle Hunderassen offen. „Wir betreiben Hundesport wie Agility und Obedience." Letzteres eine Abrichtung, die auf Freude des Hundes ausgerichtet ist. „Man will freudig arbeitende Hunde sehen". Da geht es um Sozialverträglichkeit des Hundes, um Prüfungen in Geruchssinn, auch um Unterordnung.
Sabine Rohde mit der Startnummer 6 präsentierte es zum Beispiel am Vormittag mit Shugar, einem fröhlich wirkenden Mix, einem Mischling. Dem schien die Übungen richtig Spaß zu machen. Nicht immer klappte es bei dem jungen Hund, doch das machte der Freude keinen Abbruch. In einem mit Farbbändern markierten und von Pylonen umgrenztem Feld musste er sich ablegen, während sein Frauchen sich entfernte. Auf Ruf durfte er zu ihr, wurde dafür belohnt. Auf Zeichen hieß es „zurück in die Box”. Hinlaufen und sich wieder wie vorher mit Blick auf Führerin ablegen sollte er sich. Doch unterwegs lockten interessante Gerüche. Die lenkten ab. Also noch einmal zurück: Jetzt klappte es. Zufrieden lag er im markierten Feld. Richter Ton Hoffmann wird ihm trotzdem ein paar Punkte abgezogen haben.
Geruchssinn
ist gefordert
Bei den Obedience-Übungen geht es um mehr als bei den klassischen Schutzhundprüfungen. Da ist zum Beispiel der Geruchssinn der Hunde gefordert. Fünf 450 Gramm schwere Kanthölzer legte man mit einer Grillzange aus. Eines musste die Führerin vorher anfassen. Genau das musste der Hund anschließend unter den fünf heraussuchen, es apportieren. Eine stolze Nasenleistung. Vier Prüfungen gibt es bei den Obedience-Übungen: Beginner und die Klassen 1 bis 3. „Die Klasse 3 ist die schwierigste Übung", sagt Altmann. Bis zur Landesmeisterin brachte es der HSV bereits. Ehefrau Andrea wurde es.
„Wir machen ambitionierten Hundesport, bieten aber auch jedermann an, sich mit den alltäglichen Problemen seines Hundes an uns zu wenden", sagt Altmann. Auch bietet er Gastmitgliedschaft an. Welpen- und Junghundkurse für Jedermann ist ein weiteres Angebot des Vereins (www.hundeplatz-alpen.de). Auch eine Begleithundausbildung bietet der Verein an.
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