Eine gute Entscheidung

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Fast hätte sich die Irritation in der Rheinberger Politiklandschaft, die durch den Rücktritt von Ulrich Hecker von seinen Ämtern als Partei- und Fraktionschef der CDU sowie auch aus der Partei selbst, ausgelöst wurde, noch weiter hingezogen. Im Vorfeld der Ratssitzung in dieser Woche rauchten die Köpfe – nicht nur in der CDU-Fraktion, sondern auch in der Verwaltung.


Sie hatte akribisch vorbereitet, welche Möglichkeiten sich bei unterschiedlichem Agieren der Fraktionen und des mittlerweile fraktionslosen Hecker selbst ergeben. Schlägt jemand vor, statt eines eigenen Mitglieds Hecker in einen Ausschuss zu wählen? Erkennen Fraktionen den Sachverstand von Hecker an und sorgen dafür, dass er wenigstens mit Rederecht an Sitzungen teilnehmen darf? Stimmt Hecker bei der neuen Ausschusszusammensetzung mit ab oder enthält er sich? Wird die ganz harte Schiene gefahren und Hecker, vom Rat abgesehen, politisch kaltgestellt?


Letzten Endes siegte die Vernunft: Hecker wurde – einstimmig vorgeschlagen und später dann auch so gewählt – in drei Ausschüsse entsandt, in denen er reden, aber nicht mit abstimmen darf. Und im Energiebeirat bleibt er weiter Vorsitzender. Ob die CDU damit zufrieden ist oder im Vorfeld war, kann dahingestellt bleiben. Dadurch, dass sie den früheren Doppelvorsitzenden und Parteigänger mitwählte, hat sie in jedem Fall nach außen ein Zeichen der Versöhnung gesetzt.