Ein unvergessliches Erlebnis
06.02.2012 | 18:27 Uhr 2012-02-06T18:27:00+0100
Rheinberg. „Alle sind da und guter Laune - hervorragend“, begrüßte Michael Wulf-Schnieders die Teilnehmer des Pop-Oratoriums „Die zehn Gebote“ im Haus der Generationen zur letzten Gesamtprobe.
Während das Musikband lief, dirigierte er vom Keyboard aus die Schar, setzte hier und da ein paar Korrekturen. „Bei ,Winterland’ geht euch ein bisschen die Luft aus – noch mal schön auf den Punkt bringen“, korrigierte der Fachmann.
Als Chorleiter der evangelischen Kirchengemeinde durfte Wulf-Schnieders zum zweiten Mal nach 2010, wo die Uraufführung im Rahmen der „Kulturhauptstadt Ruhr“ in der Dortmunder Westfalenhalle stattfand, eine Rheinberger Gruppe auf das große Gesangserlebnis vorbereiten – diesmal im ISS-Dome Düsseldorf.
Seit letztem Oktober hatten die insgesamt 35 Teilnehmer und der Chorleiter in regelmäßigen Proben auf das Ziel hingearbeitet. „Die Leute sind hochmotiviert und top vorbereitet“, zeigte er sich von den Qualitäten seiner Sänger überzeugt. Der Unterschied zu damals: „Man weiß, was kommt, kann den Chor darauf besser einstellen.“
Die Organisation in Rheinberg für die zweite große Aufführung des Musicals übernahm diesmal Elke Schmeer, die 2010 selbst mit im Chor der 2500 Sängerinnen und Sänger mit dabei war. „Viele sagten nach der Aufführung in Dortmund, das machen wir noch mal“, freute sie sich. Unter den Neuen war übrigens auch ihre eigene Tochter, neben der hohen Anzahl derjenigen, die noch mal die Herausforderung wagen wollten. „Zwei Drittel sind Wiederholungstäter.“
Einer dieser „Wiederholungstäter“ ist Werner Gubesch. Den 48-Jährigen hat der Virus voll erfasst – auch wenn diesmal der Reiz des Neuen fehlt. „Das letzte Mal hat’s soviel Spaß gemacht – ich singe auch gerne in Projektchören. Das wird in Düsseldorf sicher noch besser, weil es noch eine Nummer größer ist.“
In der Tat, diesmal sind es sogar 2600 Sängerinnen und Sänger aus ganz NRW, die mit ihren Stimmen ihren Beitrag zum Musical leisten wollen. „Alle Bekannten kommen vom Küsterkolleg, da hoffe ich, dass es das erste Mal übertrifft“, sagt die Budberger Gemeindeküsterin Martina Närdemann.. Angst hat sie keine: „Ist schon Routine....“.
Texte, die unter die Haut gehen
Auch Bärbel Werning ist wieder mit von der Partie – die 49-Jährige hat schon bei einer kleineren Neuaufführung in Freiburg mitgewirkt. „Die besondere Atmosphäre ist es. Und man trifft viele Leute wieder, die das Gleiche empfinden.“ Was sie an dem Glaubens-Musical so fasziniert? „Die schmissige Musik und Texte, die echt unter die Haut gehen.“ Ihr 17-jähriges Patenkind Kyra hat sie jedenfalls überzeugen können, mitzumachen. „Ich hab das in Dortmund gehört, war voll begeistert und habe mich darüber geärgert, dass ich da nicht selbst mitgemacht habe.“
Die Regionalproben mit 600 Sängern in Düsseldorf im Oktober 2011 und dann jetzt Mitte Januar in der Essener Grugahalle mit allen Teilnehmern hat einen Vorgeschmack gegeben auf das, was am kommenden Wochenende im Düsseldorfer ISS-Dome bei der Generalprobe am Samstag und dann am Sonntag bei der Show zu erleben ist.
Kyras Erwartungen sind indes groß: „Es soll gut und unvergesslich werden. Und wir sollten alle viel Spaß dabei haben.“ Das erhoffen sich wohl auch die anderen Rheinberger.
0mitdiskutieren