Ein schwerer Weg
07.11.2007 | 20:29 Uhr 2007-11-07T20:29:24+0100DIE LINKE. Partei gründet Ortsverband Rheinberg/Alpen/Sonsbeck/Xanten. Michael von Parzotka aus Rheinberg wurde zum Sprecher gewählt. Steffen Roski vom Kreisverband stellte Parteiprogramm vor.
XANTEN. Die neue Partei "Die Linke" hat in Xanten ihren zweiten Ortsverband im Kreis Wesel gegründet. Die neun Parteimitglieder aus Rheinberg und Xanten, die zur Gründungsversammlung in der Gaststätte "Einstein" erschienen waren, votierten einstimmig für den Namen "Die Linke. Ortsverband Rheinberg/Alpen/Sonsbeck/Xanten." Damit hat die linke Rheinseite flächendeckend zwei Ortsverbände. Drei Wochen zuvor hatte sich der Ortsverband Moers/Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn gegründet, in Moers gibt es bereits eine Linke Liste im Rat. Am 23. August war im Weseler Kaiserhof der Kreisverband Wesel gegründet worden.
Ziel der Partei ist es, bei den Kommunalwahlen 2009 in allen 13 Kommunen in die Räte und auch in den Kreistag einzuziehen. Dass es bis dahin noch ein harter Weg sein wird, machte Steffen Roski, Sprecher im Kreisverband Wesel für den linken Niederrhein, deutlich. Mit den neuen linksrheinischen Ortsverbänden sei aber der Anfang gemacht. Parteimitglieder gibt's derzeit nur in Rheinberg und Xanten, Alpen und Sonsbeck sind noch ein weißer Fleck. Das aber soll sich ändern, so Roski, der darauf hofft, dass mit ihrer Partei unzufriedene Ratsmitglieder zu den Linken wechseln wollen.
Gewerkschaftlich engagiert
Neben Waltraud Dzus und Hartwig Appel vom Kreisverband sowie 15 Gästen waren neun stimmberechtigte Parteimitglieder vor Ort. Die waren sich schnell einig, Michael von Parzotka aus Rheinberg bei acht Ja-Stimmen und einer Enthaltung zum Ortsverbandssprecher zu wählen. Zu Beisitzern wurden einstimmig Andreas Imhof (Rheinberg) und Robert Mötter (Xanten) gewählt. Bei der persönlichen Vorstellung wurde deutlich, dass sich alle seit vielen Jahren gewerkschaftlich und parteilich engagiert hatten. Alle stammen ursprünglich aus der SPD, wollten die derzeitige Haltung ihrer Partei nicht mehr mittragen. Die hatte Roski als "Partei der winzigen Schritte, eigentlich Rückschritte", bezeichnet.
Er erläuterte die Kernpunkte, für die sich Die Linke stark machen will. Im Vordergrund stehen soziale Themen, die steigende Kinderarmut, auseinander klaffende Bildungschancen. "Das führt zu einer Politik, die ganze Bevölkerungsgruppen aus dem gesellschaftlichen Leben herausdrängt", meinte Roski. "Das neue Kinderbildungsgesetz muss wieder vom Tisch. Wir brauchen eine sozialistische Bildungspolitik, müssen weg vom gegliederten Schulsystem." Eine weitere Forderung: "Die Kommunen müssen wieder wirtschaftlich tätig werden."
Weitere Infos unter www.dielinke-kreiswesel.de.
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