Ein Ort mit viel Geschichte

Sonsbeck..  Das alte Sonsbeck stand im Mittelpunkt eines Rundgangs der CDU-Fraktion Sonsbeck. Mit dabei waren auch Bürgermeister Heiko Schmidt und der CDU-Vorsitzende Matthias Broeckmann. Unter Leitung von Heinrich Kerstgens, Ehrenvorsitzender des Vereins für Denkmalpflege und Träger des Rheinlandtalers, führte der Weg zunächst von der Herrenstraße entlang der Sonsbecker Ley (alde Stadtbleyk) zum Alttorplatz. Kerstgens berichtete, dass Sonsbeck ein bedeutender Standort für die Tuchherstellung war. In vielen Familien stand ein Webstuhl. An der Stadtbleyk wurden sie gewässert und getrocknet, bis sie aufgehellt waren. Auf dem Alttorplatz befasste sich Kertsgens mit der damaligen Sicherung der Stadt durch Mauern und Tore.

Weiter ging es über den Grünen Weg, auch hier gibt es deutlich erkennbare historische Spuren, zum Standort des ehemaligen Andreas-Klosters an der jetzigen Klosterstraße. Fast 400 Jahre lebten Beginen in dem Schwesternkonvent, das sich später in eine Ordensgemeinschaft umwandelte. Das Kloster wurde 1802 in der Zeit der napoleonischen Besetzung aufgelöst. Nach einer Besichtigung des Portals an der evangelischen Kirche und Erläuterungen zum ehemaligen jüdischen Gebetshaus, informierte Kerstgens über das alte Rathaus und den im Heimatlied verewigten Sonsbecker Lindenbaum. Schließlich ging es noch zur Pfarrkirche St. Maria Magdalena.

„Heinrich Kerstgens hat wieder einmal deutlich gemacht, dass historische Kenntnisse wichtig sind, um Entscheidungen für die Zukunft zu treffen“, erklärte Fraktionsvorsitzender Josef Elsemann. „Wir wollen das kulturelle Erbe pflegen, damit Sonsbeck ein Ort mit Geschichte bleibt!“