Das aktuelle Wetter Rheinberg 14°C
Planung

Ein Hotel für Alpen – ja, aber wie?

21.01.2015 | 07:00 Uhr
Ein Hotel für Alpen – ja, aber wie?
Das von Hermann Janßen in dieser Baulücke geplante Hotel soll sich in die Umgebung einpassen.Foto: arfi

Alpen.   So richtig zufrieden war am Dienstagabend im Alpener Rat niemand mit den bisher bekanntgewordenen Plänen für ein Hotel an der Burgstraße.

Die große Mehrheit des Rats (nur die Grünen waren dagegen) stimmte am Dienstagabend dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan zu, der unter anderem den Bau eines Hotels an der Burgstraße ermöglichen soll. Aber so richtig zufrieden war keiner damit.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Helbig mochte das Denkmal im hinteren Bereich und die evangelische Kirche nicht zugebaut sehen, SPD-Fraktionschef Jörg Banemann war wichtig, dass kein Freifahrtschein erteilt werde. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Hommen kritisierte, das Gebäude sei zu massiv und dass man die Kleinstpflege mit dreieinhalb Geschossen abgelehnt habe, aber die dreieinhalb Geschosse des Hotels von der CDU befürwortet würden. Aber: „Wir wollen dem massiven Leerstand der Burgstraße entgegenwirken.“

Für die Grünen betonte Fraktionschef Peter Nienhaus, dass man zwar den Standort entwickeln wolle, aber bisher alle massiven Baukörper abgelehnt habe. Und: „Ein Projekt geht kopflos zum anderen hin. Rein aus dem Interesse von Einzelnen heraus wird entwickelt. Für Einzelinteressen sind wir als Rat aber nicht da! Eine städtebauliche Entwicklung ist nicht zu erkennen.“

Zu Beginn der Sitzung gab es in der Fragestunde für Einwohner massive Kritik von Geschäftsleuten. Claudia Gärtner-Theußen und Apotheker Thomas Kretzer verwiesen auf eine sehr starke Beeinträchtigung durch die Baustellen in Alpen und auch die dadurch fehlenden Parkplätze. „Wer verantwortet und koordiniert die Baustellen?“, fragte Kretzer. Die Absperrung des Wegs zwischen dem Rathaus und der Sparkasse müsse wegen der Baustelle sein, das verstehe er, aber „gefühlte elf von zwölf Wochen passierte dort nichts“. Er fragte, wo die Menschen entlang gehen sollten. „Die Kunden kommen nicht mehr zu uns. Es gibt keine Parkplätze mehr, nur noch an der Volksbank – aber wer dort parkt, kommt nicht mehr in den Ortskern.“ Seiner Auffassung nach „entstehen Ausweichparkplätze idealerweise vor einer Baumaßnahme, aber ich sehe bis jetzt noch keinen Spatenstich für einen solchen Ausweichparkplatz!“

Und Gärtner-Theußen wies darauf hin, dass die Sanierung der Umgehungsstraße ja auch noch anstünde. „Wie soll das zeitlich gehen? Wir werden sogar schon von Sonsbecker Geschäftsleuten gefragt, ob demnächst bei uns eine Einbahnstraße entstehe!“

Bürgermeister Thomas Ahls erklärte, dass „wir uns alle Sorgen um die Situation machen – wir sind da 100 Prozent bei Ihnen!“ Eine Einbahnstraße werde es wohl in der Bauzeit geben, aber nicht als Dauerlösung. Mehr zum Thema lesen Sie in der Ausgabe morgen.

Wolfgang Krause

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
article
10257938
Ein Hotel für Alpen – ja, aber wie?
Ein Hotel für Alpen – ja, aber wie?
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-rheinberg-xanten-alpen-und-sonsbeck/ein-hotel-fuer-alpen-ja-aber-wie-id10257938.html
2015-01-21 07:00
Nachrichten aus Rheinberg, Xanten, Alpen und Sonsbeck