Ein gutes Angebot direkt vor der Haustüre

Foto: Heiko Kempken

Alpen. Vor allem für die ältere Generation ist es wichtig, sich mit dem Thema Betreuung und Pflege im Alter auseinander zu setzen. Der Besuch im Marienstift gab den Mitgliedern der Senioren Union der CDU Alpen die Möglichkeit, sich über die vielfältigen Pflege- und Betreuungsangebote informieren zu lassen.

Andreas Heßeling als Geschäftsführer des Marienstifts Alpen stellte in seiner Präsentation anschaulich die vielfältigen Leistungen des Marienstifts dar: Stationäre und ambulante Pflege, Kurzzeitpflege, Wachkomapflege, bezahlbares betreutes Wohnen. Er hob das Pflegeangebot als ein Netzwerk der Dienstleistungen hervor. Auf Grund des hohen Bedarfs ist eine Erweiterung der Tagespflege mit zwölf Betreuungsplätzen durch den Neubau eines weiteren Hauses im Park geplant.

Räumlich umfasst das Betreuungsgebiet die Gemeinden von Alpen bis Ginderich und ist somit weitgehend deckungsgleich mit der Größe der neuen Kirchengemeinde St. Ulrich.

Das Marienstift ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde Alpen mit 188 hauptamtlichen Mitarbeitern, 15 Auszubildenden sowie einer Vielzahl von ehrenamtlichen Mitarbeitern wie zum Beispiel für das Angebot von Essen auf Rädern mit 80 bis 100 Essen täglich. Heßeling berichtete über die Kooperationen mit den Kindergärten und Schulen, die sehr positiv von den Bewohnern aufgenommen werden sowie über die gute Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Kirche. Das Stift beteiligt sich an dem Caritas-Qualitäts-Management und wird mehrmals im Jahr von Revisoren geprüft.

Das Freizeitangebot für die Bewohner besteht unter anderem aus Spiel- und Gesangskreisen, darüber hinaus finden kulturelle Veranstaltungen im Park statt und es werden jährlich Ausflüge unternommen. Die stationäre Unterbringung im Pflegheim hat natürlich ihren Preis, der durch das Pflegegeld – gegliedert nach den unterschiedlichen Pflegestufen – nicht abgedeckt ist. Eine Zuzahlung für jeden Bewohner ist notwendig. Wenn dieser Betrag von den Bewohnern privat nicht oder nur teilweise erbracht werden kann, wird die Finanzierung durch die Gemeinde sicher gestellt.

Demografische Entwicklung

Nachdenklich wurden die Besucher bei der Vorstellung der demografischen Entwicklung. Dort sei ein unaufhaltsamer Prozess im Gange, da einerseits die Menschen immer älter werden und andererseits die Geburtenrate auf einem niedrigen Niveau verharre.

Eine Situation, mit deren Auswirkung sich die Politik wie auch die Sozialdienste in den nächsten Jahren intensiv auseinander setzen müssen.