Eigene Zufahrt für Rheinberger Discounter

Der neue Standort für Netto wird von der Xantener Straße aus erschlossen.
Der neue Standort für Netto wird von der Xantener Straße aus erschlossen.
Foto: NRZ
Der neue Standort für Netto wird von der Xantener Straße aus erschlossen

Rheinberg..  Sperrt sich Aldi? Aus „eigentumsrechtlichen Gründen“, so steht es in der Beschlussvorlage für den Bau- und Planungsausschuss (tagt am Mittwoch, 6. Mai, ab 17 Uhr im Raum 249 des Rathauses), kann die bestehende Erschließung des Aldi-Markts nicht genutzt werden, wenn der Netto-Markt von seinem bisherigen Standort weiter nach vorne an die Xantener Straße umzieht (die NRZ berichtete).

Jetzt soll es eine neue Zufahrt in der Mitte des bisherigen „Fachmarktzentrum“-Geländes neben dem kleinen Bürogebäude geben. Sie ist insgesamt neun Meter breit geplant und wird direkt von der Xantener Straße aus genutzt. Darüber hinaus gibt es sowohl an der zu Aldi als auch an der zum Zuff hin gelegenen Grundstücksgrenze jeweils eine 4,25 Meter breite Einfahrt. Diese beiden Ein- und Ausfahrten sind jedoch nicht für Kunden, sondern nur für den Lieferverkehr geplant.

Diese Absicht wird von der Verwaltung begrüßt. Liefer- und Kundenverkehr seien dadurch entzerrt, zusätzlich der Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit auf der Xantener Straße und auf dem durch die neue Zufahrt unterbrochenen Fuß- und Radweg entlang dieser Straße gewährleistet. Ein weiterer Grund für den Charme dieser Lösung liegt laut Stadt darin, dass die sogenannte zentrale Haupterschließung eine möglichst große Distanz zur Aldi-Zufahrt und der Bushaltestelle bietet. Dadurch seien Gefahren durch Begegnungsverkehr zwischen beiden Erschließungen minimiert.

Der Stadt entstehen durch diese Planung keine Kosten. Sämtliche Kosten einschließlich der im Zusammenhang mit der geänderten Erschließung gehen zu Lasten des Antragstellers, so steht es in der Vorlage. Und durch die üblichen Baugenehmigungsgebühren gibt es sogar noch Einnahmen.

Um das „Integrierte Handlungskonzept Rheinberg Innenstadt“ kümmert sich das Planungsbüro Schulten Stadt- und Raumplanung aus Dortmund. Es hatte bei der Ausschreibung das wirtschaftlichste und inhaltlich überzeugendste Angebot vorgelegt. Mittlerweile ist das Büro mit dem Auftrag betraut worden und hat zum 1. April mit der Arbeit begonnen.

Am Donnerstag, 11. Juni, gibt es um 19 Uhr im Raum 249 des Rathauses eine Auftaktveranstaltung für die Öffentlichkeit. Darüber hinaus sind weitere Beteiligungstermine vorgesehen. Dazu gehören auch Arbeitskreise und Workshops mit Rheinbergern, Politikern und weiteren Handelnden. Wann, wo und wie das stattfinden soll, steht bisher allerdings noch nicht fest.

Mit der Bezirksregierung soll das gesamte Vorgehen regelmäßig besprochen werden, um einen bewilligungsfähigen Antrag auf Städtebaufördermittel stellen zu können. Wenn die Stadt für den Förderungszeitraum 2016 berücksichtigt werden will, muss sie bis zum 1. Dezember einen entsprechenden Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen eingereicht haben. Eine zweite Frist, zu der die Bewerbungsunterlagen möglicherweise ergänzt oder verbessert werden können, ist ausdrücklich nicht vorgesehen.

Weitere Punkte unter anderem: Radwegeplanung in Millingen, Bebauungsplan Rheinkamper Straße in Budberg und Fahrradabstellanlage Gelderstraße.

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