Efeu-Baum trifft Patchwork-Pflaster – bei Köpers im Alpener Garten

Zum zehnten Mal zeigen Annemarie und Karl-Heinz Köpers ihren Garten bei der „Offenen Gartenpforte“. .
Zum zehnten Mal zeigen Annemarie und Karl-Heinz Köpers ihren Garten bei der „Offenen Gartenpforte“. .
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Seit zehn Jahren machen die Köpers mit ihrem Garten bei der „Offenen Gartenpforte“ mit – auch wieder am Samstag und Sonntag.

Alpen..  Verborgene Schönheiten, Gräser in facettenreichen Grüntönen, selbstgegossene Bänke und Töpfe: Jeden Vormittag um 11 Uhr lassen sich die Köpers auf ihrer Terrasse nieder und erfreuen sich an ihrem kunstvoll gestalteten Garten.

„Den nehm ich, der baut mir das Haus“, dachte sich Annemarie Köpers vor mehr als 50 Jahren, als sie sich für ihren Mann entschied. 1962 bauten sie in Alpen ihr Haus, umgeben von einem 800 Quadratmeter großem Garten. Der schon bald darauf geborene Sohn schlug nach seinem Vater – auch er hat ein Händchen fürs Handwerken. Der Landschaftsgartenmeister gestaltete vor 20 Jahren den Außenbereich seiner Eltern komplett neu. „Arbeiten müssen aber die alten Leute“, sagt seine Mutter schmunzelnd.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann arbeitet sie täglich im Garten. Im Frühjahr vier bis fünf Stunden am Tag. „Bei uns ist alles Eigenbau“, sagt die 76-Jährige stolz. Den Pavillon, die Sitzbänke und das Wasserspiel hat Karl-Heinz Köpers selbst gemacht. Er kümmert sich im Garten auch sonst eher um das Grobe, das Ein- und besonders das Umpflanzen. „Es ist für ihn ein Grauen, wenn ich sage: ,Nee, das ist es noch nicht’.“. Dann muss Karl-Heinz Köpers die zuvor eingepflanzten Blumen ausgraben und an anderer Stelle wieder einbuddeln. Schließlich soll es seiner Frau gefallen.

Um 11 und um 17 Uhr werden dann aber immer die wohlverdienten Ruhepausen eingehalten. Dann trinkt das Ehepaar Kaffee, sieht dem Gras beim Wachsen zu und beobachtet die Vögel im Garten. Häufig komme auch ein Fischreiher zu Besuch. „Aber unsere Fische sind sehr schlau“, verrät der 75-Jährige. Sie verstecken sich sofort am Grund des rund 1,20-Meter tiefen Gartenteiches. Manchmal verscheuche er den Reiher auch. In letzter Zeit komme regelmäßig ein besonders prachtvolles Tier in den Garten. „Ein schöner Silberreiher, dem würde ich am liebsten ein paar Fische hinlegen“, sagt Annemarie Köpers. Auch nicht verscheucht wird der Eisvogel, der im Winter an den Teich kommt: „Wir spannen zwar im Winter ein Netz über den Teich, aber der Eisvogel hat es trotzdem geschafft da durch zu kommen“.

Die Gärtnerin mag ihren Garten naturbelassen und liebt Gräser. Bei der „Offenen Gartenpforte“ an diesem Wochenende freut sie sich, Gästen ihre neue Natursteinmauer und den alten Efeu-Baum zu präsentieren, der vor etwa 30 Jahren begann an einem alten Klettergerüst zu wachsen. Auch die Patchwork-Pflasterung, in welche Kunstkeramik und Luftschlitze, die aus ihrem ehemaligen Elternhaus stammen, eingearbeitet sind, liegt ihr am Herzen. „Die Gäste fragen manchmal, was es kosten würde, wenn sie sich ihren Garten genauso gestalten lassen würden“, verrät sie und fügt hinzu: „Aber so ein Garten wächst ja, dieser hat 20 Jahre dafür gebraucht um so auszusehen wie heute.“