Digitales Netzwerk am Niederrhein läuft gut an

Volksbank-IT-Experte Lars Kisters, Vorstandschef Guido Lohmann und Günter Bode, Chef der Kreishandwerkerschaft
Volksbank-IT-Experte Lars Kisters, Vorstandschef Guido Lohmann und Günter Bode, Chef der Kreishandwerkerschaft
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Pilotprojekt für die Ausbildung am Niederrhein hat jetzt eine interaktive Plattform.Ideengeber Volksbank Niederrhein fördert Dialog mit Schulen und Betrieben

Am Niederrhein..  Die Schule macht Ferien, mancher Betrieb Urlaub, Volksbank Niederrhein und Kreishandwerkerschaft Wesel machen Nägel mit Köpfen. „Wir wollen den Schwung aus dem sehr vielversprechenden Start mitnehmen und der Verantwortung unserer Idee gerecht werden“, erklärt Volksbank-Chef Guido Lohmann. Über 80 Vertreter von Schulen und Unternehmen unterstrichen vor drei Wochen beim ersten „Dialog für Ausbildung“, wie dringend die Region eine solche Initiative benötigt.

Und sie nahmen den Machern des Pilotprojektes das Versprechen ab, ein digitales, lokales Netzwerk auf den Weg zu bringen. Jetzt ist die interaktive Plattform da – und läuft gut an. Unter www.dialog-fuer-ausbildung.de gibt es schon jetzt die ersten Jobangebote.

Die Seite bietet unter anderem Kontaktdaten von 700 Betrieben und 30 Schulen am linken Niederrhein, einen lokalen Marktplatz für Angebot und Nachfrage von Lehrstellen und Praktika oder einen Ausbildungskalender, in dem Schulen und Unternehmen ihre Veranstaltungen einstellen können. Kreishandwerksmeister Günter Bode ist begeistert: „Das hat es hier so greifbar, lokal und lebendig noch nie gegeben.“ Aber er weiß auch: Nun liegt es an den Akteuren aus den Bildungseinrichtungen und Unternehmen, diese Netzwerk-Chance zu nutzen. Aus dem theoretischen Plan von Volksbank Niederrhein und Kreishandwerkerschaft Wesel, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und der fundierten Ausbildung wieder zu einer guten, angemessenen Lobby zu verhelfen, ist ein praxisnahes Konzept geworden: Schulen und Betriebe zusammenbringen, Netzwerken auf Augenhöhe, auf kürzesten Wegen. Das funktioniert, wenn alle mitmachen. Das Interesse ist riesengroß. „Wir werden nach den Ferien zu einem zweiten Dialog einladen, in dem wir die neuen Möglichkeiten und Erfahrungen diskutieren und festigen wollen. Langfristig muss der Dialog sich selbst tragen, nur so kann er sich als wichtiges Instrument in unserer vielfältigen Region etablieren“, erklärt Lohmann, Vater der Idee.

Die Bereitschaft, ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln, hatten Schulen und Unternehmen bei der Auftaktveranstaltung bewiesen. Aber auch, dass noch viel Weg vor den Akteuren liegt. Die Berufe, hieß es, müssten in den Schulen besser vorgestellt werden, der Dialog solle neue Ansprechpartner hervorbringen. Eine bessere Vernetzung der Schulen untereinander wurde gewünscht, der Dialog biete durch das große Netzwerk die Möglichkeit, kleinere ortsgebundene Stammtische zu bilden. Ideen, die ständig entwickelt und verfeinert werden können.

Die Voraussetzungen dafür sind durch die neue Plattform auch zwischen großen Treffen gegeben. Die Seite www.dialog-fuer-ausbildung.de gewährleistet den ständigen Austausch von Angeboten, Anfragen und Kooperationsideen. Für den Anfang erfolgt das Füttern der Kategorien per Mail an info@dialog-fuer-ausbildung.de, die Volksbank pflegt die Informationen zeitnah ein. Zudem ist die Plattform gekoppelt an eine gleichnamige Facebook-Seite, wo Neuigkeiten ebenfalls sofort aufploppen.