Die Notfallpraxis in Rheinberg soll erhalten bleiben

Die Notfallpraxis liegt am Melkweg.Foto:Wolfgang Krause
Die Notfallpraxis liegt am Melkweg.Foto:Wolfgang Krause
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Sämtliche Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses stimmten am Dienstagnachmittag der entsprechenden Resolution der SPD zu.

Rheinberg..  Die Notfallpraxis in Rheinberg soll erhalten bleiben. Sämtliche Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses stimmten am Dienstagnachmittag der entsprechenden Resolution der SPD zu.

„Ich habe den Eindruck, wir werden ausgeblutet“, erklärte Ursula Hausmann-Radau (Grüne). „Es gibt kein Krankenhaus, wenn Ärzte ihre Praxis schließen, gibt es keinen Nachfolger. Die Notfallpraxis gehört einfach hierher!“ Erich Weisser, Fraktionsvorsitzender der CDU, verwies auf eine Information aus einer Fachzeitung, wonach mit Zustimmung der kassenärztlichen Vereinigung ein zusätzlicher Standort möglich ist. „Es macht einen Unterschied, ob man fünf oder zehn Kilometer bis zum Arzt fährt.“ Klaus-Dieter Overmeyer (Linke) kritisierte: „Man kommt sich hier auf der linken Rheinseite wie abgehängt vor!“

Nachdem das Freibad wegen personeller Probleme (ein Schwimmmeister ist krank) noch bis Mittwoch einschließlich nicht geöffnet ist, wollte Weisser wissen, wann der Engpass beseitigt ist. Bürgermeister Hans-Theo Mennicken sagte einen Normalbetrieb ab Donnerstag zu. Und am 15. Juli käme die neue Schwimmmeisterin. Ersatz sei im Moment nicht zu bekommen gewesen, weder durch pensionierte Schwimmmeister noch über die Arbeitsagentur oder über eine Unterstützung von anderen Bädern. Im Moment gebe es nicht genug Fachkräfte, um alle Schichten abdecken zu können. Und DLRG-Mitglieder könnten für sie mangels nötiger Ausbildung auch nicht einspringen.

Weisser ist einstimmig gewählter neuer stellvertretender Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Diese Wahl war nötig geworden, weil der vorherige Vizevorsitzende Ulrich Hecker diesen Posten nach seinem Rücktritt als CDU-Fraktionschef verloren hatte. Über das Wahlergebnis freute sich Heribert Becker (FDP), der Weisser vorgeschlagen hatte: „Endlich mal ein Antrag von uns, der einstimmig durchgeht!“

Über den von Controller Andreas Kußel vorgelegten Bericht wurde nicht diskutiert, da Kußel krankheitsbedingt nicht an der Sitzung teilnehmen konnte. Jetzt soll in der Ratssitzung am Dienstag, 23. Juni (17 Uhr, Stadthalle), darüber geredet werden.