Die Litfaßsäule bekommt ein neues Gesicht
23.11.2010 | 14:08 Uhr 2010-11-23T14:08:00+0100
Rheinberg.Rheinberg könnte so eine innovative Stadt sein. Sagt Aloys Cremers. Aber das funktioniert für den Künstler nur dann, wenn alle mitmachen. Kein Wunder also, dass Cremers gerne bereit war, in der Local-Heroes-Woche die Litfaßsäule am Fischmarkt neu zu gestalten.
Unter einer Bedingung: „Nur gemeinsam mit den Geschäftsleuten. Warum soll ich das Ding denn allein für euch machen?“ Die zeigten sich gestern allerdings nur vereinzelt im Stadthaus, als Cremers mit Vertretern von Stadtmarketing, Kulturbüro und interessierten Bürgern die Stoffbahnen gestaltete, die ab Freitag die Litfaßsäule verhüllen sollen.
Jeder kann
malen
Marketing kann jeder, ist Cremers’ Überzeugung, denn jeder finde sich selbst toll und könne sich deshalb auch selbst vermarkten. Für ihn „heißt Marketing, dass es mir gut geht. Stadtmarketing dagegen meint, dass es der Stadt gut geht.“ Und da hätte nicht nur er sich ein bisschen mehr Beteiligung gewünscht.
Auch Stadtmarketing-Sprecherin Edeltraud Hackstein vermisste den einen oder anderen in der Runde. Sicher, es sei ein Vormittag unter der Woche, „aber eine Viertelstunde Zeit kann man sich schon nehmen“. Wie Marktsprecherin Sandra Witt und mehrere ihrer Kollegen, die zwischendurch mit Begeisterung die Stoffbahnen in Aloys Cremers’ unnachahmlicher Schwämmchentechnik verschönerten.
Für die Litfaßsäulen-Aktion mit Cremers sei viel Werbung gemacht worden, erinnert Edeltraud Hackstein. Darüber hinaus habe sie auch persönliche Einladungen verschickt. Es gehe doch darum, gemeinsam etwas für die Stadt zu tun, was mit dieser Aktion ja auch künstlerisch umgesetzt werde.
Diejenigen, die gekommen waren - und zwischendurch standen durchaus etliche interessierte Bürger rund um die großen Tische im Stadthausfoyer - hatten sichtlich Spaß an der Farbkleckserei.
Frei nach Cremers’ Motto „Jeder kann malen“ wurden Motive, mal konkret, mal abstrakt, auf die überdimensionalen Leinwände aufgetragen. Die kamen anschließend in die Waschmaschine, um die Farben zu verwaschen. Bis Freitag müssen die Bahnen trocknen, damit sie dann von allen Beteiligten rund um die Litfaßsäule drapiert werden können. Um es mit dem Künstler zu sagen: „Das so entstandene künstlerische Netzwerk wird zum kreativen Zeugnis vorhandenen kommunalen Potentials.“
08:06
Sicher, es sei ein Vormittag unter der Woche, „aber eine Viertelstunde Zeit kann man sich schon nehmen“. (Zitat)
Ist klar...wie bitte schön soll das gehen?
Mag sein, dass die Stadt so tolerant ist und ihre Arbeitnehmer zum Malen auf den Markt lässt, aber es sind sicher nicht alle Arbeitgeber so - und wenn man solche Aktionen in die Arbeitszeiten legt, dann muss man damit rechnen, dass weniger Leute kommen.
Wenn man bedenkt, wieviele RHEINBERGER Pendler sind und nicht mal eben für eine Viertelstunde aus Duisburg, Moers Oberhausen etc. vorbeischauen können. dann sollte die geringe Resonanz doch wohl schon im Vorfeld abzusehen gewesen sein...
12:16
über Kunst lasst sich bekanntlich nicht streiten