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Die kleinen Räume fehlen

29.02.2012 | 22:30 Uhr
Die kleinen Räume fehlen
Foto: Markus Joosten / WAZ FotoPool.

Rheinberg. Die Gemeinschaftsschule wächst. Und wächst. Mittlerweile liegen bereits 152 Anmeldungen vor, was bedeutet, dass die Schule wie schon im vergangenen auch im nächsten Jahr sieben Eingangsklassen bilden müsste.

Sechszügig geht mit 152 Kindern nicht mehr.

Eine Siebenzügigkeit ist für die Stadt als Schulträger kein Problem, so Fachbereichsleiter Frank Meyer. Die Schule sei so genehmigt, dass sie sowohl mit sechs als auch mit sieben fünften Klassen ins nächste Schuljahr starten könnte. Dazu, sagt Meyer, müsste weder der Schulausschuss eine Entscheidung treffen noch müsste ein Extra-Antrag bei der Bezirksregierung gestellt werden. Deshalb, so Meyer und Bürgermeister Hans-Theo Mennicken in der Sitzung des Schulausschusses, könnten erst einmal in aller Ruhe die endgültigen Anmeldungen abgewartet werden.

Wie steht’s mit der Barrierefreiheit?

Denn obwohl die Frist vorbei ist, gebe es immer noch Nachzügler oder Kinder, die an Schulen in der Umgebung nicht angenommen worden seien.

Sollte die Gemeinschaftsschule auch im Schuljahr 2012/2013 sieben fünfte Klassen bilden, sei die Raumfrage noch kein Problem, da zusammen sieben Real- und Hauptschulklassen abgehen würden. Einfach ist die Situation aber trotzdem nicht. Der Gemeinschaftsschule fehlen kleinere Räume, wie Schulleiter Norbert Giesen bei einem Rundgang mit Mitgliedern des Schulausschusses erklärt hatte. Gerade für die Integrationsklasse würden kleinere Räume gebraucht, damit der Sozialpädagoge mit manchen Kindern ab und zu in kleineren Räumen arbeiten könne.

Stichwort Integrationsklasse: Für das kommenden Schuljahr sind acht Kinder mit besonderem Förderbedarf angemeldet worden. Zu viele für eine Integrationsklasse, so dass die Schule zwei einrichten möchte. In diesem Fall tut sich eine neue Lücke auf. Beim Stellenschlüssel ist nicht ein Sonderpädagoge pro Integrationsklasse vorgesehen, sondern pro Schüler wird eine bestimmte Anzahl von Stunden veranschlagt. Acht Schüler würden nicht für zwei Sonderpädagogen-Stellen reichen, also müsste der Pädagoge seine Zeit zwischen zwei Klassen teilen.

Die Betreuung ist die eine Seite, die Barrierefreiheit die andere. Denn das Schulzentrum, das Anfang der 70er Jahre gebaut wurde, ist alles andere als barrierefrei.

Carmen Friemond

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2012-02-29 22:30
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