Die Innenstadt von Rheinberg im Fokus

Für den historischen Ortskern soll ein integriertes Handlungskonzept entwickelt werden.
Für den historischen Ortskern soll ein integriertes Handlungskonzept entwickelt werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Beim sogenannten Projektmarkt Innenstadt Rheinberg sollen Anwohner und Gewerbetreibende mit ihren Ideen und Vorstellungen zu Wort kommen.

Rheinberg..  Donnerstagabend, 19 Uhr, Rathaus, Sitzungsraum 249: Wem die Zukunft der Rheinberger Innenstadt am Herzen liegt, der sollte zu diesem Termin unbedingt hingehen – dann findet nämlich der „Projektmarkt Innenstadt Rheinberg“ statt. Zusammen mit dem Planungsbüro Schulten Stadt- und Raumentwicklung (SSR) aus Dortmund erarbeitet die Stadt derzeit ein integriertes Handlungskonzept für den historischen Ortskern von Rheinberg.

Damit das Ganze keine geschlossene Veranstaltung wird und nur Fachleute im eigenen Saft schmoren, ist die Beteiligung von Menschen und Organisationen ausdrücklich erwünscht. „Es geht uns dabei um Mitarbeit“, so der technische Beigeordnete Dieter Paus im Gespräch mit der NRZ.

Ziel des Abends ist es, Ideen und Projekte zu sammeln, die die Innenstadt nach vorne bringen sollen. Gerade dafür seien die Vorstellungen der hier Lebenden von großer Bedeutung. Paus: „Dabei können Menschen mitmachen, vorschlagen, mitreden – es geht um Mitarbeit, um Bürgerbeteiligung.“

Am Donnerstag wird von SSR „das vorgestellt, was sinnvoll ist für die Innenstadt“, so Paus. Aber auch die Besucher kommen, falls von ihnen gewünscht, zu Wort, ob es nun Institutionen sind wie die Werbegemeinschaft oder das Stadtmarketing, aber auch Rheinberger. „Zu dieser Veranstaltung kann man auch völlig unvorbelastet hinkommen.“

Paus schweben auch Projektideen vor. „Vielleicht kann ein Fassadenprogramm aufgelegt werden für die optische Aufwertung der Innenstadt. Natürlich kann das Alte Rathaus ebenfalls mit einbezogen werden.“

Über Geld möchte er nicht sprechen, weder über die Auftragssumme für SSR noch über Geld, das möglicherweise von der Stadt für ein Fassadenprogramm bereitgestellt werden kann – oder eben angesichts der bekannten Haushaltssituation auch nicht. Aber, gibt Paus zu bedenken: „Das integrierte Handlungskonzept, das wir auf den Weg bringen wollen, ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass wir an öffentliche Fördermittel herankommen.“ Ohne ein solches Konzept gebe es kein Geld mehr. Deswegen ist die Verabschiedung des Konzepts durch die Politik bis zu einem bestimmten Termin auch wichtig. „Wenn wir 2016 für ein Förderprogramm aufgenommen werden wollen, müssen wir bis zum 1. Dezember 2015 einen Antrag an die Bezirksregierung gestellt haben. Das sollte aber klappen.“ Und dann könnte es auch Geld geben für das von ihm ins Spiel gebrachte Fassadenprogramm.

Bisher hat die Stadt Rheinberg schon verschiedene Konzepte aufgestellt, so Paus – für den Einzelhandel, für den Tourismus. „Aber so etwas wie das integrierte Handlungskonzept gab es noch nicht!“