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30.04.2008 | 18:10 Uhr

EUREGIO. Rheinberg hat Interesse an dem Projekt "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen".

RHEINBERG. Am Ende sollen alle mitmachen. Alle diejenigen, die's angeht. Die Kindergärten, die Schulen, die Vereine, die Verwaltung und, und, und. Vielleicht sogar die Bäcker. Denn die können auch etwas zum Thema Kindergesundheit beitragen. Ein gesundes Pausenbrot für einen bestimmten Preis anbieten zum Beispiel. So wird's in Velen gemacht. Die kleine Kommune macht nämlich schon mit beim Euregio-Projekt "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen". Auch die Stadt Rheinberg hat Interesse. Deshalb stand das Thema im Ausschuss für Schule und Sport auf der Tagesordnung.

Drei Stunden Sport

Dass dabei von Velen die Rede war, hat einen Grund. Referent Dr. Dirk Hoffmann betreut das Projekt in Westfalen. Mehr Sportunterricht an den Schulen ist ein wesentlicher Baustein. Eine Basissportstunde für alle Kinder einer Klasse, eine differenzierte Sportstunde für diejenigen, denen es unter anderem an Kraft, Ausdauer und Koordination fehlt - am besten mit einem Physiotherapeuten und einem Übungsleiter eines Vereins. Sportstunde Nummer drei ist dann wieder für alle gedacht, dabei stehen Spiele und Spielformen im Mittelpunkt. Außerdem ganz wichtig: der Pausensport und die Möglichkeiten dazu. Ziel ist es laut Hoffmann, dass Kinder sich täglich eine Stunde bewegen. Das könnte schon vor der Schule anfangen. Mit dem Walking-Bus-Projekt, das es in Alpen bereits gibt. Gesunde Kinder in gesunden Kommunen meint aber nicht nur Sport.

Die Möglichkeiten schaffen

Die Kommune beispielsweise, so Hoffmann, sorge für saubere, sichere Fuß- und Radwege, für attraktive Schulhöfe und Möglichkeiten, außerhalb der Schule Sport zu treiben. Die Fortbildung von Lehrern und Übungsleitern gehört ebenfalls zu den Dingen, die im Projekt als wichtig angesehen werden.

Organisatorisch läuft die ganze Sache über ein lokales Netzwerk mit Kommune, Vereinen und Schulen. Das Projekt läuft über vier Jahre, im Raum stehen Kosten von 40 000 Euro für den gesamten Zeitraum. Davon übernimmt die Euregio die Hälfte.

Ob 20 000 Euro allerdings eine realistische Zahl für vier Jahre ist, wurde im Ausschuss bezweifelt, da, so Wolfgang Fillers (CDU), im Kinder- und Jugendbereich eine Menge zu leisten sei. Geld hin oder her, insgesamt begrüßten alle Fraktionen die Teilnahme an einem solchen Projekt.

Entschieden wurde in der Sitzung am Dienstag noch nichts, bis zum Hauptausschuss soll die Verwaltung die Zahlen für "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen" konkretisieren. (cf)

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