Der Zoch im Dorf Veen
15.02.2010 | 18:26 Uhr 2010-02-15T18:26:00+0100Alpen-Veen. Minus vier Grad zeigt das Thermometer. Und die Veener holen das heiße Afrika ins Dorf. Motto anlässlich der bevorstehenden Fußball–WM: „Rumble in the Jungle – Borussia in Afrika”. Temperaturunterschied zu Kapstadt: satte 28 Grad.
Minus vier Grad zeigt das Thermometer. Und die Veener holen das heiße Afrika ins Dorf. Motto anlässlich der bevorstehenden Fußball–WM: „Rumble in the Jungle – Borussia in Afrika”. Temperaturunterschied zu Kapstadt: satte 28 Grad. Vorgesorgt haben die, die Afro-Perücken und wärmende Ganzkörperanzüge in Form von Löwen, Tigern oder Zebras tragen. Um 11.11 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung, mehr als 15 000 Zuschauer sind laut Angaben der Veranstalter dabei.
Es ist exakt 11.44 Uhr, als sich Bürgermeister Thomas Ahls erstmals per Mikro meldet. Gerade vom zeitgleichen Menzelener Zoch eingetroffen, kündigt er jetzt die Mottowagen und Fußgruppen an. 48 werden es sein, von den Bönninghardter Karnevalsfreunden über „Venedig am Niederrhein” bis zu den Keller-Krähen. „1000 Aktive sind bei unserem 41. Zug dabei”, sagt Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Schweden stolz.
Herrn Schweden will die Gruppe „Die fidelen Krähen” ehren. Den Borussia-Platz in „Schweden-Arena” umbenennen. Thomas Ahls: „Da musst du aber noch ein bisschen Geld drauflegen.”
Frei hatten eigentlich die Rheinberger Jecken. Sie ziehen nur alle zwei Jahre durch ihre Gemeinde. Was tun also die Rhinberkse Jonges am Rosenmontag? Richtig, marschieren in Veen. Und ihren Bürgermeister haben sie auch gleich mitgebracht. Eine Spitze vom hiesigen Verwaltungschef sollte da nicht fehlen: „Ihr seid so leise. Das reicht allenfalls für den Rheinberger Zug.”
Flip-Flops und T-Shirts statt Kamelle warfen die beiden Kegelclubs „Die Nullen” und „Stoffbären” in die johlende Menge. Gut für den Sommer, den man allerdings nicht in Südafrika verbringen sollte. Denn auf der Südhalbkugel ist im Juli Winter.
Das Beste fast zum Schluss. „Die Kegelgötter” und die „Rasselbande” zündeten auf ihren Wagen ein funkelndes Feuerwerk. Am Nachmittag hatten alle Wagen und Fußgruppen unter Leitung von Willibrord van Bebber und Edgar Ingenerf das Dorf durchquert. Weiter ging's auf den Straßen der Gemeinde.
Ggab es sonst noch was? Die Polizei meldete bis zum Abend einen Zwischenfall. Ein Besucher warf einem anderen eine Flasche an den Kopf. Das Opfer musste in einer Klinik verarztet werden.
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