Der unbekannte Strand von Menzelen

Urlaubsstimmung am Menzelener Freizeitsee.
Urlaubsstimmung am Menzelener Freizeitsee.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Der Freizeitsee in Menzelen-Ost hatte zuletzt mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen.Für Strandbad-Besitzer Rick Marckardt sind die Gründe schwer verständlich

Alpen-Menzelen..  „Viele Leute glauben, dass es das Schwimmbad nicht mehr gibt“, sagt Rick Marckardt. Der Betreiber des Strandbads am Freizeitsee Menzelen-Ost ist ratlos, denn in den letzten Jahren nahmen die Besucherzahlen stetig ab. Die Gründe dafür bleiben ihm unerklärlich, immerhin habe sein Freizeitsee einiges an Abwechslung zu bieten, gerade für Familien gäbe es hier gute Bedingungen. Und auch für Spaziergänge sei das Gelände sehr schön, zu Fuß könne man um den über drei Kilometer langen Wanderweg einmal um den See laufen, sogar Hunde dürften angeleint mit auf die Tour.

Rick Marckardt vermutet, dass das Ausbleiben der Besucher nicht nur mit dem unbeständigen Wetter zu tun hat. „Vor zwei Jahren löste sich hier der Schwimmverein auf. Seitdem gibt es hier auch Saisonkarten, die meiner Meinung nach recht günstig sind. Gerade Familien können für wenig Geld baden.“ Von seinen Besuchern hört er oft, dass viele nicht einmal wussten, dass es das Strandbad noch gibt. Sinnbildlich sei es deswegen, dass mittlerweile oft mehr Besucher aus Düsseldorf und Umgebung kommen.

Was das Herz begehrt

Aufgrund des unbeständigen Wetters installierte Rick Marckardt auf der Internetseite des Freizeitsees eine Ampel, die den Besuchern anzeigt, wann das Schwimmbad geöffnet ist. Darüber hinaus zog er im vergangenen Jahr mit seiner Frau Nadine von Moers nach Ginderich, um schnell direkt vor Ort und damit flexibler zu sein. Ärgerlich sei es aber, dass häufig Jugendliche wild baden würden. „Wir bekommen hier Unterstützung vom Alpener Ordnungsamt. Wenn man beim Baden erwischt wird, kostet das den Betroffenen 50 Euro Bußgeld.“ Und auch sonst bekommt der Gindericher, der das Bad seit mittlerweile 22 Jahren nebenberuflich führt, die Unterstützung der Gemeinde. So soll in den kommenden zwei Wochen eine neue Badeinsel im Wasser installiert werden, die von der Gemeinde und der Firma Hülskens gesponsert wurde. „Außerdem“, so sagt Rick Marckardt, „erhielten wir erst in diesem Jahr 300 Tonnen neuen Sand von Hülskens.“ Darüber hinaus könne sein Bad mit bester Wasserqualität punkten, da der See natürliche Quelltöpfe habe.

Um wieder mehr Besucher anzulocken, plant Marckardt für den kommenden August eine große Beach-Party. „Zur letzten Feier vor zwei Jahren kamen über 400 Leute“, erklärt er stolz. Und auch dieses Jahr erhoffe er sich einen solchen Erfolg.

Dann können die Gäste zum Beispiel Beach-Volleyball spielen oder in seinem kleinen Café, das direkt am Strand liegt, einen Cocktail trinken, Eis essen und auf der Strandterrasse den Klängen südamerikanischer Musik lauschen. Vor allem aber könnten sie am Strand das Wetter genießen – und baden...