Der Trägerverein Alpsrayer Bürgerzentrum hat viel geleistet

Der Kindergarten geht auf eine Initiative des Trägervereins zurück.
Der Kindergarten geht auf eine Initiative des Trägervereins zurück.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Gemeinnütziger Verein feiert sein 30-Jähriges Bestehen

Rheinberg-Alpsray..  30 Jahre ist es nun schon her, dass der Trägerverein Alpsrayer Bürgerzentrum als gemeinnütziger Verein existiert – 30 Jahre, in denen sich viel getan hat.

Im Jahr 1984 wurde es Gewissheit: Das Traditionslokal, die Gaststätte Peschges, schloss ihre Pforten für immer. Somit fehlte den Alpsrayer Bürgern der Treffpunkt, an dem Vereine und Gemeinschaften, wie Pumpennachbarschaften oder der Schützen- oder Männergesangverein ihre Aktivitäten gestalten konnten.

Das Vereinsleben retten

Doch ohne geht es nicht und so schmiedeten die Alpsrayer einen Plan, um das örtliche Vereinsleben zu retten: ein Ort, an dem genau das erhalten bleibt, musste her. Und so wurde im Oktober 1984 nach einer Lösung gesucht. Bereits zwei Monate später war es so weit: Am 28. Februar 1985 wurde der Trägerverein Alpsrayer Bürger in das Vereinsregister der Stadt Rheinberg eingetragen. Zweck des Vereins war von Anfang an die Förderung des heimischen Brauchtums, des Sports, der Bildung und Erziehung, sowie der Kunst und Kultur. Am 29. März des gleichen Jahres gab es dann auch die erste Versammlung mit 130 Mitgliedern in der leer stehenden Schule, die von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde. In den kommenden Jahren wurde dann mit Hilfe der Vereinsmitglieder die Schule zum Bürgerzentrum ausgebaut, so dass es endlich wieder Vereinsaktivitäten in Alpsray gab – wie das jährliche Zeltlager „Chickomalaya“, das der Trägerverein seit 1989 jeden Sommer anbietet. In der alten Schule begann auch die Geschichte des Alpsrayer Kindergartens, der aus einer Elterninitiative entstand. Auch ein neues Bürgerzentrum musste her, denn die alte Schule war nur eine Notlösung. So begannen 1993 die Planungen für ein solches Zentrum und einen neuen Kindergarten. Theo Hölters war es dann, der das Ganze ermöglichte, er spendete dem Trägerverein das Vereinsgelände als Gemeinfläche. Bereits ein Jahr später konnte der Kindergarten mit zwei Gruppen, vier Erzieherinnen und 50 Kindern eröffnen. Auch das Bürgerzentrum konnte 1997 nach langer Bauphase und viel Eigeninitiative der Bürger eingeweiht werden. Endlich hatten die örtlichen Vereine wieder ein Traditionslokal mit Gaststätte, großem Saal, zwei Kegelbahnen, einem Vereinsraum, Biergarten sowie einem Schießstand für die Luftgewehre der Schützenbruderschaft. Im September 1999 eröffnete auch die erste integrative Gruppe im Kindergarten und ermöglichte so die gemeinsame Erziehung von Kindern mit Behinderung. Solch eine integrative Gruppe ist nach wie vor das Grundkonzept des Kindergartens. Im Laufe der Jahre wurde die Integrative Kindertagesstätte immer wieder erweitert, so dass das Familienzentrum mit 65 Kindern sowie zwölf Erzieherinnen und Therapeuten entstehen konnte. Heute kann der Trägerverein mit 350 Mitgliedern auf 30 Jahre harte Arbeit mit Erfolg zurückblicken. Das zeigt: „Der Trägerverein ist keinesfalls träge“, erzählt Hans Peter Götzen stolz.