Der Marktplatz in Rheinberg bleibt ein Thema

Barrierefreiheit bleibt ein Thema.
Barrierefreiheit bleibt ein Thema.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Monika Echstenkämper, die Behindertenbeauftragte der Stadt Rheinberg, hat eine Wunschliste für 2015 zusammengestellt. Rheinberg soll insgesamt barrierefreier werden

Rheinberg..  Monika Echstenkämper, Behindertenbeauftragte der Stadt Rheinberg, hat sich eine Liste gemacht mit Dingen, die sie in naher Zukunft noch gerne verändert sehe. Ganz oben auf der Liste steht, Rheinberg insgesamt barrierefreier zu gestalten, damit auch Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen überall problemlos laufen können. „Das ist eine Sache für alle Bürger“, erklärt Monika Echstenkämper. „Am Marktplatz zum Beispiel bleibt man ständig stecken, da die Fugen zu breit sind. Nicht selten stürzt dort jemand, da muss sich was tun.“ Das selbe Problem gebe es auch auf der Gelderstraße. „Dort sind die Straßenränder schief und die Pflaster uneben. Zudem stellen die Geschäfte ihre Schilder auf den Gehweg, so dass man regelrecht Slalom laufen muss.“

Marktplatz schon seit Jahren Thema

Genug Gründe, um in der Verwaltung nachzufragen, inwiefern solche Arbeiten realisierbar sind. Dieter Paus, Beigeordneter der Stadt, erklärt: „Die Barrierefreiheit ist seit Jahren ein Thema, auch der Marktplatz wird in diesem Jahr im Haushaltsplan wieder eine Rolle spielen. Leider ist es so, dass bei der Umgestaltung des Marktplatzes auch der Kanal erneuert werden muss.“ Ein Fortschritt sei trotzdem sichtbar, denn die Barrierefreiheit ist für die Stadt ein wichtiger Punkt. „Viele Straßen wurden schon abgesenkt, in Borth zum Beispiel. Aber diese Maßnahmen passieren nun mal nicht von heute auf morgen“, weiß Dieter Paus.

Ein weiterer Punkt auf Monika Echstenkämpers Liste ist der Zugang zu einer öffentlichen Behindertentoilette bei Tag und Nacht. Auch dazu gibt es bereits einige Ideen. „Es ist natürlich nicht möglich, das Stadthaus, in dem sich die öffentliche Toilette befindet, nachts zu öffnen“, so Paus, „aber es wird überlegt, die Toilette in die Folgenutzung des Alten Rathauses zu integrieren.“ Ebenfalls eine Schwachstelle ist die Xantener Straße, denn im Bereich des Landgerichts herrsche viel Verkehr. „Ein Fußgängerüberweg, ein Zebrastreifen oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung wären eine Erleichterung, denn gerade aus dem Innenwall fahren die Autos sehr schnell auf die Straße, so dass Personen diese nur schwer überqueren können“, erzählt Monika Echstenkämper.

Auch in diesem Punkt kann Dieter Paus Neues berichten: „Ein Antrag des Altenheims auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung wird gerade geprüft.“ Scheint so, als würden wenigstens einige von Monika Echstenkämpers Wünschen noch in diesem Jahr in Erfüllung gehen. „Leider ist das immer eine Frage der Finanzierung, aber wir haben die Anliegen nicht vergessen“, erklärt Dieter Paus. „Ich weiß, dass es am Geld hapert, aber ich hoffe, dass noch mehr getan werden kann“, hofft auch Monika Echstenkämper.