„Der Kater ist wie unser Kind“

Rheinberg..  Damit Polizei, Tierheime und -ärzte so gut es geht helfen können, müsse das vermisste Tier aber gechipt sein. Ein Chip funktioniere bei vermissten Tieren zuverlässiger als eine Tätowierung, erklärt der Rheinberger Tierarzt Dr. Bernd Falke. Über ein Lesegerät könne der Chip dann abgelesen und die Adresse der Katzenbesitzer herausgefunden werden.

Auch der kleine, schwarze Floyd, eine von acht Katzen der Familie Niehaus, ist gechipt. Wieder aufgetaucht ist er bislang trotzdem nicht. „Vielleicht ist er ja auch jemandem zugelaufen“, sagt Thorsten Niehaus. Ähnliche Hoffnungen hegt auch Jürgen Giese, schließlich sei Kater Garfield ihm selbst vor einigen Jahren zugelaufen. „Der Kater ist wie unser Kind, abends sind wir immer gemeinsam mit unserem Hund spazieren gegangen“, erzählt er.

Nicht jeder in der Nachbarschaft liebe Garfield so wie er und seine Frau, das weiß auch der 61-jährige Ossenberger. „Einige Nachbarn freuen sich nicht darüber, weil er als Freigänger auch Jungvögel fängt und nachts auf ihren Gartenmöbeln schläft.“ Auch mit dem Förster habe er schon gesprochen, aus Sorge, ein Jäger könne Garfield erwischt haben. „Bei ihm im Revier ist allerdings keine Katze erschossen worden. Vielleicht ist er ja auch irgendwo eingesperrt...“

Auch Thorsten Niehaus will den Gedanken, dass Kater Floyd vielleicht doch bald wieder zuhause ist, nicht aufgeben. „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“